Fidler: Neuinfektionen "gehen noch weiter nach oben"

12. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Zahl der Neuinfektionen in Österreich hat einen neuen Rekordwert erreicht. Laut Public-Health-Experte Armin Fidler werde diese Zahl auch in den nächsten Tagen "weiter nach oben gehen". Im PULS 24 Interview erklärt er, dass es kaum möglich sei, eine Durchseuchung der Bevölkerung zu kontrollieren.

Die Zahl der Neuinfektionen "geht noch weiter nach oben", sagt Public-Health-Experte Armin Fidler. Auch die Zahl der Dunkelziffer sei "relativ hoch", meint Fidler im PULS 24 Interview. Nun zeige sich, dass die die Omikron-Welle durch die Bevölkerung rausche. Allerdings sei die Neuinfektionszahl laut dem Experten nur vorübergehend so hoch. Er rechne damit, dass bis zum Frühjahr der Trend erneut nach unten geht.

"Nicht nur auf Intensivstationen fokussieren"

Generell sei es schwierig das Infektionsgeschehen in anderen Ländern auf Österreich umzumünzen. "Da sind andere Parameter dabei", so Fidler. Trotzdem zeichne sich bereits ein Trend zu "klinisch leichteren Verläufen" bei Omikron ab. Dabei komme es laut dem Public-Health-Experten u.a. seltener zu Lungenentzündungen, was eine "geringere Belegung der Intensivstationen nach sich zieht".

Dennoch sollte man sich "nicht nur auf die Intensivstationen fokussieren", meint Fidler im Interview. Auch die "Normalstationen sind einem hohen Druck ausgesetzt". Er rät auch dazu Vorbereitungen zum Schutz der kritischen Infrastruktur zu setzen.

Gegen Durchseuchung helfe nur "absolut harter Lockdown"

Ein Lockdown bleibe seiner Einschätzung nach dennoch die ultima ratio. Die Kollateralschäden seien zu groß und die Wirkung zu gering. Gegen eine Durchseuchung helfe nur ein "absolut harter Lockdown, wo niemand mehr auf die Straße oder Einkaufen darf". Daher könne man ein Durchlaufen des Virus laut Fidler kaum kontrollieren. Die Booster-Impfung hingegen schütze zu 85 Prozent vor schweren Verläufen. "Das ist das, was wir noch tun können", so der Rat des Public-Health-Experten. Zusätzlich rät er auch weiterhin zum Tragen der FFP2-Maske.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea