APA - Austria Presse Agentur

Knapp fünf von sechs Intensivpatienten in Österreich sind ungeimpft

08. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

Eine Nachfrage in Österreichs Intensivstationen ergab: Mit Stand vom Mittwoch waren unter 31 Intensivpatienten in Österreich nur fünf voll geimpft.

Weder das Gesundheitsministerium noch die Bundesländern erheben Daten, ob Corona-Erkrankte mit schwerem Krankheitsverlauf geimpft sind oder nicht. Das "profil" hat daraufhin die Intensivstationen der Spitäler durchtelefoniert, um sich einen Überblick zu verschaffen. 

Auf Basis der so erhobenen Daten rechnete das Medium vor, dass mit Stand vom Mittwoch (3.8.) 31 Menschen wegen ihrer Corona-Erkrankung trotz Vollimmunisierung intensivmedizinisch behandelt wurden. Davon waren 

  • 24 ungeimpft
  • 2 teilgeimpft (erster Stich)
  • 5 geimpft

Ausgehend von diesem Wert war einer von sechs Intensivpatienten voll immunisiert. Damit ist zahlenmäßig belegt, was Gesundheitsministerium und Experten seit Monaten predigen: Wer geimpft ist, ist vor einem schweren Krankheitsverlauf weit besser geschützt.

0,6 Prozent erkranken trotz Impfung

Freilich wirkt auch die Impfung nicht zu 100 Prozent. Das beweisen auch Zahlen der AGES zu Impfdurchbrüchen, die diese Woche veröffentlicht wurden. Allerdings stecken sich weit weniger als ein Prozent (0,6) der Erkrankten nach einer Impfung an. In absoluten Zahlen sind das 1.656 bei mehr als 266.000 Infizierten in Österreich im Jahr 2021. 2.690 Personen erkrankten nach der ersten Teilimpfung, einer Zeit, in der der Impfschutz noch nicht so ausgeprägt ist. 

Als Impfdurchbruch wird in Österreich ein Fall gewertet, in dem sieben Tage nach dem Erhalt der zweiten Impfdosis bzw. 28 Tage nach Erhalt des nur einmal verabreichten Vakzins von Johnson & Johnson eine Covid-19-Infektion mit Symptomen wie Fieber, Kurzatmigkeit, Husten, Geruchs- oder Geschmacksverlust auftritt.

91 Prozent Impfeffektivität

Die AGES gibt die Impfeffektivität sowohl für die vollständig Geimpften 40- bis 59-Jährigen als auch für die über 60-Jährigen mit rund 91 Prozent an.

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam