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Kärnten mit höchster 7-Tage-Inzidenz: Maßnahmen-Verschärfungen möglich

29. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Kärnten hat Salzburg als Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz abgelöst. Am Montagnachmittag wurde eine Inzidenz von 1.432 verzeichnet. Erwartet wird jedoch, dass der Wert bald absinkt.

Laut AGES ist diese Zahl die höchste aller österreichischen Bundesländer: Wies bisher Salzburg die höchste Inzidenz auf, so lag diese am Montag bei 1.422,5. Wie Landessprecher Gerd Kurath nach einer Sitzung des Koordinationsgremiums sagte, wird erwartet, dass die Zahl der Neuinfektionen gegen Ende der Woche sinkt, zu diesem Zeitpunkt soll der Lockdown Wirkung zeigen.

Maßnahmen-Verschärfungen möglich

Eine Verlängerung des Lockdowns in Kärnten stehe vorerst nicht zur Debatte, sagte Kurath: "Es wäre aber unseriös, Maßnahmen auszuschließen." Am Montag wurden 1.228 Corona-Neuninfektionen verzeichnet, für Dienstag wurde erwartet, dass es noch mehr würden. Eine aktuelle Untersuchung von Abwasserproben habe ergeben, dass die Virenmenge in Klagenfurt, Villach und im Unteren Drautal "auf hohem Niveau stabil" sei, Steigerungen gebe es aber in weiten Teilen Kärntens, etwa in Hermagor, St. Veit an der Glan, Spittal an der Drau, Feldkirchen und im Lavanttal.

Wolfsberg: Hohe Inzidenz, kaum Contact Tracing

Im Bezirk Wolfsberg, wurde überhaupt eine besonders hohe Inzidenz verzeichnet, mit Montag lag sie bei 2.172. "Hier funktioniert auch das Contact Tracing nicht so, wie gewohnt", sagte Kurath. Infizierte würden angehalten, selbst ihre Kontaktpersonen zu kontaktieren und darauf aufmerksam zu machen, bei Corona-Symptomen die Hotline 1450 anzurufen.

Gestiegen ist mit Montag auch die Zahl der Patientinnen und Patienten in Kärnten, die wegen Covid-19 in einem Krankenhaus behandelt werden müssen. Mit 352 waren es um 18 mehr als noch am Tag zuvor. 56 der Patienten liegen auf einer Intensivstation, 17 von ihnen sind geimpft. Um eine etwaige steigende Zahl der Spitalspatienten abzufedern, wurde in Kärnten auch mit privaten Reha-Krankenhäusern vereinbart, dass diese Corona-Patienten aufnehmen, die nicht mehr infektiös sind, aber trotzdem noch stationäre Betreuung brauchen. Vorerst galt diese Vereinbarung für 20 Patientinnen und Patienten.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam