APA - Austria Presse Agentur

Impfung reduziert in Österreich Corona-Erkrankung mit Symptomen um 88 Prozent

15. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

Der am Mittwoch von der AGES präsentierte Bericht zu Impfdurchbrüchen zeigt: Wer beide Stiche hat, kann Corona zwar bekommen, aber in fast allen Fällen verläuft die Krankheit dann entweder ganz ohne Symptome oder nur leicht. Todesfälle gibt es kaum.

Um mindestens 88 Prozent, so die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), seien bei Geimpften Corona-Erkrankungen mit Fieber und anderen Symptomen reduziert. 

Seit Anfang Februar waren in Österreich bei bei Personen ab zwölf Jahren von insgesamt 175.815 laborbestätigten Coronafällen mit Symptomen 8.845 Erkrankte vollständig geimpft (5,03 Prozent). Davon wiederum wurden 215 Patienten (0,12 Prozent aller Fälle) im Krankenhaus behandelt.

0,22 Prozent mussten ins Spital

Anteilsmäßig traten zuletzt vermehrt Impfdurchbrüche auf. Allerdings ist laut AGES zu erwarten, dass es mit steigendem geimpften Bevölkerungsteil auch zu mehr Impfdurchbrüchen kommt. Innerhalb der vergangenen vier Kalenderwochen 33 bis 36 gab es unter 24.718 symptomatischen Fällen 5.704 Infektionen bei Vollimmunisierten (23,08 Prozent). 54 Betroffene wurden in Spitälern behandelt, das ist ein Anteil von 0,22 Prozent an allen Fällen und somit ähnlich niedrig wie im Gesamtzeitraum seit Februar.

Bei allen Altersgruppen ähnlich hoch

Die Impfeffektivität von mindestens 88 Prozent ergibt sich aus einem Vergleich des Anteils vollständig Geimpfter mit symptomatischer Infektion mit dem Anteil vollständig Geimpfter in der Bevölkerung, erläuterten die Experten. Der Wert lag von Anfang Februar bis inklusive der vergangenen Kalenderwoche (KW 36) für die Altersgruppe 18 bis 39 Jahre bei 89,11 Prozent. Bei den 40- bis 59-Jährigen zeigte sich 88,45 Prozent Impfeffektivität und ab 60 Jahren waren es 89,61 Prozent.

Auch Daten aus anderen Untersuchungen und weiteren Ländern zeigen, dass Covid-19-Erkrankungen "bei vollständig geimpften Personen weitestgehend mild verlaufen, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle vermieden werden", betonte die AGES in ihrem Update.

Impfdurchbrüche treten demnach insbesondere bei Personen mit Vorerkrankungen oder eingeschränktem Immunsystem auf, bei denen die Impfung keinen Immunschutz erzielen konnte.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam