APA - Austria Presse Agentur

Fast 1.000 Niederländer brachten Corona von Österreich-Urlaub mit nach Hause

05. Jan 2022 · Lesedauer 2 min

Fast 1.000 Niederländer, die zuvor in Österreich ihren Winterurlaub verbracht haben, sind in der Heimat hinterher positiv auf das Coronavirus getestet worden.

964 Urlaubs-Heimkehrer sind laut einem Bericht des Nachrichtenportals "NL Times" in der Woche vom 27. Dezember bis zum 3. Jänner positiv getestet worden. Sie waren zuvor in einem Zeitraum von 14 Tagen in Österreich zu Gast.

Durchlässige Quarantäne

Laut dem Bericht machen die Österreich zugerechneten Infektionen 15,8 Prozent aller dem Ausland zugeschriebenen Coronafälle aus. Die Niederlande wurden von Österreich am 25. Dezember zu einem Virusvarianten-Gebieten erklärt, was zwingende Quarantäne bedeutet hätte. Jedoch sind dreifach Geimpfte mit gültigem PCR-Test von dieser Regel ausgenommen. Wie die "NL Times" berichtet, hätten sich sogar einige niederländische Touristen mit Zieldestination Österreich daher vor der Einreise erst in Deutschland impfen lassen, da sie in der Heimat noch nicht an der Reihe gewesen wären.

Insgesamt berichtet das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt (RIVM) von 6.100 Fällen, die Auslandsreisenden zugeordnet werden, doch sei die tatsächliche Gesamtzahl wohl höher, da die Rückverfolgung von Kontakten begrenzt sei, wurde das RIVM in dem Bericht zitiert. Frankreich, ein ebenfalls beliebtes Ski- und Snowboarder-Reiseziel der Niederländer, folgt mit 740 bestätigten Fällen an zweiter Stelle. An dritter Stelle steht Belgien mit 682 infizierten Reiserückkehrern in die Niederlande.

Niederlande rechnen mit starkem Anstieg

Das Outbreak Management Team (OMT) stellte laut dem Bericht in seiner jüngsten Empfehlung "eine starke Zunahme von Berichten über positiv getestete Personen fest, die kürzlich aus dem Ausland in die Niederlande gereist sind". Die Experten, die das niederländische Kabinett bei der Bekämpfung des Coronavirus beraten, gehen davon aus, dass diese Zahl in den kommenden Wochen und Monaten weiter steigen wird.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam