APA - Austria Presse Agentur

EU erhält bis zu 1,8 Mrd. weitere Impfdosen von BioNTech/Pfizer

23. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Der Impfstoffhersteller BioNTech/Pfizer will der Europäischen Union bis zu 1,8 Milliarden Dosen seines Impfstoffs zukommen lassen.

Die Europäische Union hat sich bei BioNTech und Pfizer weitere bis zu 1,8 Milliarden Dosen ihres gemeinsamen Covid-19-Impfstoffs gesichert. Es ist der dritte von der EU besiegelte Vertrag mit den beiden Partnerunternehmen. Im Rahmen von zwei früheren Verträgen hat die europäische Staatengemeinschaft schon 600 Millionen Impfdosen von BioNTech/Pfizer bestellt.

Mitte April gaben BioNTech/Pfizer bekannt, 50 Millionen Dosen Corona-Impfstoff  aus dem vierten Quartal vorzuziehen. Für Österreich bedeutete das eine Million zusätzlicher Dosen im zweiten Quartal. Durch diese Lieferung konnte der österreichische Impfplan beschleunigt werden. 

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen kündigte damals an, in Verhandlungen über die Lieferung von 1,8 Milliarden Impfdosen für die Zeit von 2021 bis 2023 zu stehen. Damit sollen Impfungen von Erwachsenen aufgefrischt und die 70 bis 80 Millionen Kinder in der EU gegen das Coronavirus immunisiert werden. Noch auf Basis der beiden bisherigen Verträge erwartet die EU im zweiten Quartal - also von Anfang April bis Ende Juni - 250 Millionen Impfdosen der beiden Partner BioNTech und Pfizer.

Bis Juli 70 Prozent geimpft

Ein Großteil der EU-Bürger kann nach Einschätzung von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen deutlich früher gegen das Coronavirus geimpft werden als ursprünglich gedacht. Sie sei zuversichtlich, dass es im Juli genügend Impfstoff gebe, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu impfen, sagte sie bei einem Besuch des Pfizer-Werks im belgischen Puurs. Bisher war dieses Ziel für den 21. September angepeilt.

Zuletzt hatte bereits EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton in Aussicht gestellt, dass bis Mitte Juli ausreichend Impfstoff an die EU-Staaten geliefert werden würde, um rund 70 Prozent der Erwachsenen zu schützen. Die österreichische Bundesregierung hatte als Ziel die Impfung von zumindest zwei Drittel der Bevölkerung mit einer Dosis bis Ende Juni genannt.

Quelle: Agenturen