APA - Austria Presse Agentur

EMA "überzeugt" von Astrazeneca-Nutzen

16. März 2021 · Lesedauer 2 min

EMA-Direktorin Emer Cooke bekräftigte bei einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag, dass sie keinen Zweifel am Nutzen des Vakzins von AstraZeneca hat.

EMA-Direktorin Emer Cooke präsentierte am Dienstag zwar keine Zwischenergebnisse der Untersuchung, wie vorab angekündigt, sieht aber nach momentanem Zwischenstand keine Gefahr, die von AstraZeneca ausgeht. Die EMA will am Impfstoff festhalten. Cooke hielt fest, dass noch genau untersucht würde, ob die Thrombosefälle wirklich einen direkten Zusammenhang mit dem Vakzin haben. Das Gremium soll bis Donnerstag alle Daten der EU-Länder ausgewertet haben und die Ergebnisse voraussichtlich am Nachmittag präsentieren. Bei Patienten, die bereits eine Vorbelastung haben, könnte es sein, das der Impfstoff nicht mehr verabreicht wird. 

Italiens Arzneimittelaufsicht widerspricht Regierungsentscheid

Das Aussetzen von Corona-Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca in weiten Teilen Europas sorgt zunehmend für Kritik. Italiens Arzneimittelaufsicht Aifa stuft das Mittel als sicher ein. Das Verhältnis von Nutzen zu Risiko sei "weitgehend positiv", sagte Aifa-Direktor Nicola Magrini der Zeitung "La Repubblica". Frankreich erwartet, dass die Europäische Arzneimittelbehörde EMA das Vakzin des britisch-schwedischen Konzerns schon am Donnerstag wieder freigeben wird. 

Österreich impft weiter, Burgenland stoppt

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sieht die Lösung weiterhin auf "gesamteuropäischer Ebene". Gemäß der Empfehlung des österreichischen Impfgremiums wird AstraZeneca vorerst weiter verwendet bis zur Bewertung durch die EMA. Insgesamt sind bisher EU-weit 6,9 Millionen Menschen mit AstraZeneca geimpft worden, in Österreich waren es 220.000. Diese Zahlen müsse man "in Relation mit den Nebenwirkungen" sehen, betonte Anschober. Österreich hält sich an die Vorgaben des österreichischen Impf-Gremiums und verimpft AstraZeneca weiter. Vom Bundeskurs abgeschwenkt ist am Dienstag das Burgenland. Dort stoppt man für zwei Wochen die Verabreichung des Impfstoffs. 

Mehrere Länder, darunter auch Deutschland, Frankreich, Spanien, Schweden, Zypern, Luxemburg und Italien haben die Impfungen mit diesem Vakzin gestoppt. 

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam