APA - Austria Presse Agentur

Drei Bundesländer, die komplett aufsperren, haben höchste Intensiv-Zahlen

10. Dez 2021 · Lesedauer 2 min

562 Intensivpatienten waren zu Beginn des vierten harten Lockdowns in den Spitälern, am Freitag - kurz vor Ende des österreichweiten Lockdowns - waren es 598. In den Bundesländern, die am Sonntag komplett aufsperren, gibt es in den Spitälern deutlich mehr schwere Covid-Fälle als zu Lockdown-Beginn.

Im Burgenland, in Tirol und in Vorarlberg kann man ab Sonntag wieder ins Gasthaus gehen und in Hotels übernachten. Gerade in diesen Bundesländern hat die Zahl der Intensivpatienten besonders stark zugenommen.

Doppelt so viele Fälle im Burgenland

Im Burgenland haben sich die Covid-19-Kranken auf Intensivstationen (ICU) seit 22. November verdoppelt. Vor dem Lockdown waren es neun, nun sind es 18.

In Tirol sind es 68, was einer Zunahme von 65,9 Prozent gegenüber den 41 vom 22. November entspricht.

In Vorarlberg gibt es aktuell 28 nach zuvor 23 schweren stationären Covid-19-Fällen, was ein Plus von 21,7 Prozent ausmacht.

Rückgänge in Ländern, die sich mehr Zeit beim Aufsperren lassen

Demgegenüber ist in einigen Bundesländern, die noch nicht zur Gänze aus dem Lockdown gehen, die Anzahl der intensivpflichtigen Covid-Fälle zurückgegangen. Salzburg und Oberösterreich, die eben so wie die Steiermark, Kärnten und Niederösterreich die Gastronomie-und Beherbergungsbetriebe erst am 17. Dezember wieder aufsperren, haben derzeit um 10,5 Prozent bzw. 15,4 weniger ICU-Patientinnen und Patienten als am 22. November. In Niederösterreich sind es demgegenüber um 4,9 Prozent mehr, in Kärnten um 20,9, in der Steiermark um 29,0 Prozent mehr. In Wien, wo die Gastro bis 20. Dezember geschlossen bleibt, sind indes die Covid-Fälle auf Intensivstationen während des Lockdowns von 113 auf derzeit 107 zurückgegangen - ein Minus von 5,3 Prozent.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam