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Chris Lohner kritisiert, das Corona-Genesene nicht beachtet werden

06. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

Die "ÖBB-Stimme" Chris Lohner fühlt sich als Corona-Genesene nicht genügend wahrgenommen, schreibt sie in einem offenen Brief an Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne).

Im Februar erwischte es Chris Lohner und sie hatte lange mit einer Covid-Erkrankung zu kämpfen. Via Facebook veröffentlichte sie nun einen  Brief an Gesundheitsminister Mückstein, in dem sie kritisiert, dass sie als Corona-Genesene schlicht ignoriert werde.

"Ich bin eine Genesene und komme diesbezüglich seit geraumer Zeit leider nicht vor, nur als Stimme der ÖBB. In allen Diskussionen wird Österreich gebetsmühlenartig nur in Geimpfte und Ungeimpfte aufgeteilt", schreibt sie etwa.

Lohner fordert Lösung

"Ich hatte einen grünen Pass für 6 Monate, aber jetzt habe ich nichts. Seltsamerweise sind wir Genesenen nach sechs Monaten nicht mehr genesen, aber was sind wir dann?", fragt sie sich. Sie lasse sich auch regelmäßig auf Antikörper testen, die bei ihr sehr hoch seien. Wenn sie sich trotz ihrer hohen Antikörperzahl impfen lassen würde, sähe sie das als "Verschwendung". "Es wäre doch sinnvoller, die Vakzine an die Menschen in nichtindustrialisierten Ländern zu spenden".

"Aufgrund des schweren Verlaufs ihrer Covid-Erkrankung sei sie "durchaus traumatisiert und möchte nicht mal auch nur einen halben Tag auf Grund meiner hohen Antikörper irgendwelche Impfreaktionen haben. Ich bin aber keine Impfgegnerin", stellte sie klar. Sie fordert nun "einen Modus zu finden, wie z.B. die Antikörper Genesener zu überprüfen, ob eine Impfung notwendig ist oder nicht, damit wir nicht weiter unsichtbar bleiben und durch eventuelle 1G Verordnung zum Hausarrest gezwungen werden."

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) hatte zuletzt angekündigt sich die 1-G-Regel in der Nachtgastronomie oder beim Après-Ski aus - von Genesenen war dabei keine Rede.

Quelle: Redaktion / koa