Peter Rauchecker

Die Welt kann Bier auch dank Österreichs Braukunst feiern

Advertorial · 05. Aug 2021 · Lesedauer 4 min

Morgen am weltweiten Tag des Bieres können die Österreicher stolz sein, denn Schwechat prägte die Biergeschichte, beim Bierkonsum bleiben sie vielleicht deshalb patriotisch.

Seit über einem Jahrzehnt, genauer seit 2007 wird ausgehend von den USA jährlich am ersten Freitag im August der internationale Tag des Bieres gefeiert. Die Österreicher stoßen darauf überwiegend mit heimischem Bier an, über ein Drittel (39 %) greift laut aktuellem Bierkulturbericht am liebsten zu Bier aus Österreich, nur 4 Prozent bevorzugen ein internationales Bier.

„Mehr als jeder zweite Österreicher (57 %) trinkt regelmäßig, also zumindest mehrmals pro Monat, Bier. Beim Konsum des beliebten Gerstensaftes gilt im Land schon lange die 3G-Regel – Bier steht für Genuss, Geschmack und Geselligkeit und ist beinahe für die gesamte österreichische Bevölkerung, 87 %, wichtig für die österreichische Getränkekultur“, erklärt Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & CSR der Brau Union Österreich, die seit über zehn Jahren mit ihrem Team den österreichischen Bierkulturbericht herausgibt.

Bierrevolution in Schwechat

Blickt man in der Geschichte zurück, ist Bier aus Österreich sogar für die weltweite Braukunst relevant. Vor 180 Jahren, im Jahr 1841, braute Anton Dreher sein erstes untergäriges Bier, das sich durch seinen Geschmack und seine Klarheit von den anderen Bieren in Wien so sehr unterschied, dass er damit eine „Bierrevolution“ auslöste. Untergärig brauten damals auch andere. Dreher schuf aber durch eine besondere Behandlung des Malzes, dank seiner Kühlmethoden zur Gewährleistung einer kalten Gärung und längeren Lagerung in seinen Kellern einen völlig neuer Biertyp, der als „Wiener Lager“ bezeichnet wurde. Der Begriff „Lager“ wurde bald in allen Kontinenten für viele Biertypen verwendet.

Dreher wandte auch als erster Brauer wissenschaftliche Methoden an. So nutzte er z. B. bereits das Thermometer, während seine Kollegen sich ausschließlich auf Schätzungen der Temperatur verließen. 1860 führte der Schwechater bereits die größte Brauerei auf dem europäischen Kontinent und exportierte sein Bier bis in den Orient.
Auch begnügten sich Dreher und sein gleichnamiger Sohn nicht mit ihrer Brauerei in Schwechat. Sie gründeten in Böhmen, Mähren, Ungarn und im damals noch österreichischem Triest Tochtergesellschaften. Sie exportierten Bier in alle Kontinente dieser Welt, indem sie erstmals Kühlwaggons für die Eisenbahn und Kühlcontainer für die Schiffe entwickelten.

Der jüngere Dreher setzte auch als erster Brauer der Welt ein künstliches Kühlaggregat ein. Er hielt seine Stellung als größter Brauer des Kontinents bis ins 20. Jahrhundert. Am 7. August jährt sich der Todestag von Anton Dreher junior zum 100. Mal.

Auf den Geschmack gekommen

Auch heute, in Zeiten großer Biervielfalt kommen immer mehr Bierliebhaber (wieder) auf den Geschmack von Lager. Zwar greift noch mehr als jeder Zweite (59 %) zum Märzen, aber über ein Drittel (35 %) trinkt bereits am liebsten Lager und die Fans werden jährlich mehr.
Seit 2016 gibt es als Andenken an den großen Gründer aus der Schwechater Brauerei wieder ein Wiener Lager, dessen Rezeptur an das Original angelehnt ist.
Generell kann der Biertyp wieder häufiger genossen werden, wie Braumeister und Präsident des Braumeisterbundes Andreas Urban weiß: „Es ist schön, dass sich nicht nur wir in Schwechat an der Geburtsstätte des Wiener Lagers, sondern auch andere österreichische Brauereien dieses schon fast vergessenen Biertyps erinnern - und die Bierlandschaft damit entscheidend belebt haben“.

Und mit der Ernte 2021 knüpfen auch die Rohstoffe für das Schwechater Wiener Lager wieder an die Geschichte an, künftig wird Braugerste von regionalen Feldern eines Dreher-Nachfahren verwendet. Schon Anton Dreher war die Unabhängigkeit bei der Rohstoffversorgung wichtig. Sein Sohn, Anton Dreher junior, setzte dieses Bestreben fort und erwarb die Gutsbetriebe Katharinenhof und Gutenhof, die im Umkreis der Brauerei liegen. Bis heute werden sie von Dreher-Nachfahren bewirtschaftet und ab der diesjährigen Ernte liefert Jan-Anton Wünschek wieder Braugerste in die Schwechater Brauerei.

Über die Brau Union Österreich

Über 5,0 Mio. HL Bier setzt die Brau Union Österreich in einem Jahr ab – mit fünfzehn führenden Biermarken, über 100 Biersorten und laufenden Innovationen. Das Unternehmen steht sowohl für Internationale Premium-Brands wie Heineken, Desperados und Sol, die Cider-Marken Strongbow und Stibitzer, das neue Hard Seltzer Pure Piraña, österreichweit verbreitete Top-Marken wie Gösser, Schwechater, die Weizenbiermarke Edelweiss und das alkoholfreie Schlossgold sowie Marken mit starker regionaler Bedeutung wie Zipfer, Puntigamer, Wieselburger, Kaiser, Schladminger, Reininghaus, Villacher und Fohrenburger. 2.700 Mitarbeiter in ganz Österreich sorgen dafür, dass rund 49.000 Kunden und Millionen Bierliebhaber im ganzen Land mit Bier versorgt werden. Dass die Brau Union Österreich dabei auf beste Rohstoffe, höchste Qualität und nachhaltige Produktion – sowohl im Umwelt- als auch im gesellschaftlichen Bereich – setzt, versteht sich von selbst. Dafür wurde die Brau Union Österreich mit dem Prädikat „GREEN BRAND“ ausgezeichnet. Seit 2003 ist die Brau Union Österreich Teil der internationalen HEINEKEN-Familie.

Quelle: APA OTS