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Anzeigen in Tuning-Szenen in Wels und Leibnitz

31. Mai 2020 · Lesedauer 2 min

In Oberösterreich geht die Polizei weiter gegen Raser in der Tuning-Szene vor. Bei Schwerpunktkontrollen in Wels wegen illegaler Umbauten bei Fahrzeugen, Lärmbelästigung und unerlaubter Straßenrennen wurden in der Nacht auf Sonntag 46 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Verkehrsrecht erstattet, fünf davon wegen Alkohol oder Drogen am Steuer. Auch in der Steiermark wurden Anzeigen erstattet.

Einem Lenker wurde der Führerschein, einem die Kennzeichen abgenommen. Neun Personen müssen ihre Fahrzeuge zudem den Sachverständigen der Verkehrsabteilung vorführen, sieben Fahrzeugbesitzer erhielten eine Vorladung zur Prüfstelle des Landes. Hintergrund der bereits dritten Schwerpunktkontrolle in der jüngsten Vergangenheit waren die zuletzt ausufernden Treffen der Tuning-Szene.

Wie die Polizei am Sonntag berichtete, stellten sich als Hotspots in Wels eine Tankstelle auf der Osttangente mit rund 150 Personen und der Parkplatz eines Einkaufszentrums in der Salzburger Straße mit rund 80 Personen heraus. Darüber hinaus wurden 33 Organstrafverfügungen eingehoben, zwei nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz.

Unabhängig von den Kontrollen in der Tuning-Szene standen in der Nacht in Wels auch drei Radarfahrzeuge für Geschwindigkeitskontrollen im Einsatz. Von den dabei 167 festgestellten Überschreitungen werden 147 zur Anzeige gebracht. Rekordhalter war ein 22-jähriger Welser, der mit dem Fahrzeug seines Cousins in einer 60 km/h-Zone mit 145 km/h unterwegs war.

Die steirische Verkehrspolizei erstattete in einer "Tuning" genannten Schwerpunktaktion an zwei Abenden im Bezirk Leibnitz mehr als 80 Anzeigen. Bei vier Fahrzeugen wurden die Kennzeichen abgenommen. Jeweils in den Abend- und Nachtstunden des 20. und 30. Mai wurde kontrolliert. Im Einsatz waren mehrere Beamte des Bezirks Leibnitz, der Einsatzeinheit Steiermark und der Landesverkehrsabteilung. Zusätzlich beteiligten sich zwei Techniker der Landesregierung an den Aktionen. Neben zahlreichen Verstößen gegen das Kraftfahrgesetz, die auch zehn Organstrafverfügungen und eine Führerscheinabnahme nach sich zogen, wurden vereinzelt auch Übertretungen des Covid-Maßnahmengesetzes festgestellt.

Quelle: Agenturen