APA - Austria Presse Agentur

Lockdown kostet pro Woche zwischen 800 Mio. und 1,2 Mrd. Euro

23. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Umso näher Weihnachten rückt, desto teurer wird der Lockdown, rechnet der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts vor.

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Entwicklung wird das Wirtschaftswachstum in Österreich laut Wifo-Chef Gabriel Felbermayr im nächsten Jahr 5 Prozent nicht erreichen, sondern nur im Bereich von 4 Prozent liegen.

Der aktuelle Corona-Lockdown werde wieder einiges an Wertschöpfung kosten. "Wir gehen davon aus, dass eine Woche Lockdown - so wie wir in haben - ungefähr 800 Millionen Euro an Wirtschaftsleistung kostet", sagte Wifo-Chef Gabriel Felbermayr. Je näher man an Weihnachten rankommen, desto teurer werde dies und könnte bei einem längeren Lockdown im Jänner auf bis zu 1,2 Milliarden Euro pro Woche ansteigen.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz kündigte Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) auch einen Anstieg der Kurzarbeit an. 

 

Der vierte Lockdown könnte mit 2,7 Milliarden Euro wesentlich teurer werden als jener im Herbst und Winter vor einem Jahr, der 2,4 Milliarden kostete, rechnete am Montag auch die Agenda Austria vor. Je länger er dauert desto größer werde der Kostensprung. Sollte der Lockdown doch länger dauern, explodieren auch die Kosten. Sollte bis Mitte Februar nicht aufgesperrt werden, dürfte ein Wirtschaftsverlust von 10,6 Milliarden auflaufen. Im Vorjahr lag der Verlust bei 8,7 Milliarden Euro.

"Werden 2,7 Milliarden Euro verlieren in diesem harten Lockdown"

Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands, berief sich im Interview mit PULS 24 auf diese Zahlen. 

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam