APA/HANS PUNZ

Streik? ÖBB warnen vor Stillstand im Zugverkehr ab Montag

25. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Durch einen Warnstreik könnte es am Montag zu einem Stillstand des gesamten Zugverkehrs in Österreich kommen.

Die Gewerkschaft vida hat für Montag einen Warnstreik bei den ÖBB, der Westbahn und den weiteren heimischen Eisenbahnen wegen der stockenden KV-Verhandlungen angekündigt. Fix ist er aber noch nicht, die Verhandlungspartner versuchen sich am Samstagnachmittag nämlich nochmals zusammenzuraufen. Die Vorbereitungen für den österreichweiten 24-stündigen Warnstreik (0 bis 24 Uhr) im Eisenbahnbereich am Montag, 28.11.2022, laufen parallel zu den Verhandlungen aber weiter

Der Warnstreik könnte im letzten Moment noch abgewendet werden, ob das gelingt ist aber offen. Die Streikvorbereitungen gehen weiter, so die vida am Freitag. Ab 16 Uhr werde man am Samstagnachmittag verhandeln, so die vida. Sie kritisierte allerdings auch, dass die Arbeitgeber so viel Zeit hätten verstreichen lassen. Beide Seiten hatten stets ihre Verhandlungsbereitschaft betont

Züge wenn möglich meiden

Sollte es tatsächlich zur Arbeitsniederlegung kommen, werde der gesamte Zugverkehr in Österreich für die Dauer des Streiks eingestellt, warnen die ÖBB und ersuchen die Fahrgäste, nicht notwendige Fahrten zu verschieben bzw. alternative Reisemöglichkeiten zu wählen.

Grenzüberschreitender Verkehr und Nachtzüge betroffen

Der Streik soll von 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr dauern und würde auch den grenzüberschreitenden Verkehr und die Nachtzüge treffen. "Hier kann es bereits ab Sonntagabend bzw. bis Dienstagfrüh zu Ausfällen bei den Nightjet- und EuroNight-Verbindungen kommen", schreiben die ÖBB in einer Aussendung. Die Bahn werde im Streikfall Details zu Einschränkungen, Verzögerungen oder Ausfällen auf oebb.at/streik, den ÖBB SocialMedia-Kanälen sowie in der Fahrplanauskunft SCOTTY bekanntgeben.

Im Streikfall bleiben ÖBB Standard- & Sparschiene-Tickets bis inkl. 05.12.2022 gültig oder werden rückerstattet. Auch Besitzer von Zeitkarten werden - entsprechend der Fahrgastrechte - entschädigt, so die ÖBB.

Kann ein Streik noch vermieden werden?

Inzwischen hat die Arbeitgeberseite der Gewerkschaft Gesprächstermine für Samstag und/oder Sonntag jeweils um 14 Uhr gemacht. "Nachdem die Streikvorbereitungen in allen Bundesländern laufen und die Unternehmen bereits von deren ersten Auswirkungen betroffen sind, möchten wir nachdrücklich betonen, bereits den Termin am Samstag wahrzunehmen", heißt es im Schreiben, das der APA vorliegt. "Die Gefahr, dass eine Verhandlungsrunde am Sonntag zu spät ist, um den Streik noch abzuwenden, ist aus unserer Sicht zu groß." Eine Antwort der Gewerkschaft stand vorerst noch aus.

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Quelle: Agenturen / Redaktion / ddj