APA - Austria Presse Agentur

Corona: Vatikan beklagt Spendenrückgang

25. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Der Vatikan verzeichnet einen Spendenrückgang. Schuld daran sei die Corona-Pandemie, heißt es aus dem Kirchenstaat.

Der Vatikan beklagt einen Spendenrückgang wegen der Pandemie. Zwischen 2015 und 2019 sanken die Spenden um 23 Prozent, berichtete der Wirtschafts-Präfekt des katholischen Kirchenstaats, Pater Juan Antonio Guerrero Alves, am Freitag. Zusätzlich zu diesem Rückgang war der Umsatz beim "Peterspfennig" im Jahr 2020, dem ersten Corona-Jahr, um 18 Prozent niedriger.

Die pandemiebedingte Krise werde wahrscheinlich auch in diesem Jahr zu spüren sein. Im Jahr 2019 ergab die "Peterspfennig"-Kollekte 53,86 Millionen Euro. 43 Millionen Euro flossen im allgemeinen "Peterspfennig"-Fonds und 10,8 Millionen Euro wurden mit besonderer Bestimmung für Situationen der Not in der Kirche und der Welt ausgeschüttet. Im Jahr 2020 ergab die Kollekte 44,1 Millionen Euro, 30,3 Millionen für den allgemeinen "Peterspfennig" und 13,8 Millionen für besondere Ziele.

Vatikan um Transparenz bemüht

Der Vatikan bemüht sich immer mehr um Transparenz bei seinen Finanzen. "Die Menschen haben das Recht zu wissen, was wir mit dem Geld machen", sagte Guerrero im Interview mit Radio Vatikan. "Wir sind auf Unterstützung angewiesen: Ohne die Hilfe der Gläubigen ließe sich die Mission der Kirche nicht durchführen. Zur Verkündigung des Evangeliums in der ganzen Welt, mit allem, was das mit sich bringt, gehört auch eine Struktur, die das finanziell trägt", sagte der Wirtschafts-Präfekt.

"Während dieser Zeit im Wirtschaftssekretariat habe ich versucht, die Wirtschaftsdaten des Heiligen Stuhls, die ich kenne und die mir relevant erscheinen, transparent mit den Gläubigen zu teilen", sagte der Jesuit. Nicht nur karitative Werke - auch ein Teil der Arbeit der Kurie werde durch den Peterspfennig mitfinanziert.

Quelle: Agenturen