Zu viel Neuschnee - Kein Super-G in Zauchensee möglich
"Das kommt extrem überraschend. Wir sind gerade beim Frühstück gesessen, als Nina (Ortlieb/Anm.) sagte, es ist abgesagt. Wir haben uns mal angeschaut, denn das Wetter schaut nicht so schlecht aus", sagte Cornelia Hütter. Normal sei es so, dass man einmal rausgehe, besichtige oder probiere, irgendwas zu machen. "Aber da das Ganze relativ früh kam, war es, glaube ich, ziemlich klar." ÖSV-Alpinchef Christian Mitter habe erzählt, dass auf der Höhe ziemlich der Wind blase, das und der Neuschnee seien sicher der Grund, meinte die Steirerin.
"Das ist schon bitter, denn wir wollten in die Revanche gehen, weil so wollten wir uns das daheim nicht gefallen lassen. Müssen wir uns das für nächste Woche vorbehalten", meinte Hütter. Die ÖSV-Läuferinnen waren in der Abfahrt am Samstag schwer geschlagen worden, Hütter war als beste von ihnen nur 20. Zudem fällt Magdalena Egger nach Sturz und schwerer Knieverletzung für die restliche Saison aus, sie wurde am Sonntag operiert. Es gehe nun zwei Tage nach Hause, vielleicht sei vor den Speedrennen in Tarvisio noch ein Training möglich, meinte Hütter.
Walchhofer erklärte, dass es anders als prognostiziert bis in die Morgenstunden schneite. Die Absage sei bitter für die Mannschaft, denn der Arbeitseinsatz sei enorm gewesen. Die Pistencrews waren diese Woche bei fast anhaltendem Schneefall mit wenig niederschlagslosen Phasen gefordert. "Dazu kam, dass es in der Früh noch sehr stürmisch war, da hatten wir auch noch einiges an Schneeverwehungen. Also schon sehr, sehr winterlich. Die Temperaturen sind heruntergegangen, das wäre grundsätzlich gut gewesen, aber der Schneefall hat die Piste isoliert, da ist dann der Untergrund nicht passend."
Man sei aber "superhappy", dass man am Samstag für die viele harte Arbeit mit einem Rennen belohnt worden sei, meinte Walchhofer. Das Training am Donnerstag fand auf verkürzter Strecke statt, jenes am Freitag wurde abgesagt. Die Abfahrt am Samstag war mit einer Siegerzeit von 1:06,24 Min. kurz, konnte aber trotz immer stärker werdenden Schneefalls durchgeführt werden.
Wie FIS-Chef-Renndirektor Peter Gerdol im ORF-TV-Interview erklärte, wird der Super-G entweder in Soldeu (derzeit Speedrennen am 28. Februar und 1. März) oder Val di Fassa (derzeit 7./8. März) nachgetragen, das habe man bereits zu Saisonbeginn so festgelegt.
Zusammenfassung
- Der Weltcup-Super-G der Frauen in Zauchensee wurde am Sonntag wegen bis zu 40 Zentimetern Neuschnee und stürmischer Bedingungen abgesagt.
- OK-Chef Michael Walchhofer betonte, dass die Sicherheit der Athletinnen in der Olympiasaison oberste Priorität habe und die Absage für das Team bitter sei.
- Der Super-G soll laut FIS-Chef-Renndirektor Peter Gerdol entweder am 28. Februar/1. März in Soldeu oder am 7./8. März in Val di Fassa nachgetragen werden.
