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Werder Bremen feiert wilde Aufstiegsparty

16. Mai 2022 · Lesedauer 3 min

"Der SVW ist wieder da". In großen Buchstaben stand die Botschaft des Tages auf dem offenen Bus, auf dem sich die Profis von Werder Bremen nach der direkten Rückkehr in die deutsche Fußball-Bundesliga von ihren Fans feiern ließen. Zusammen mit tausenden Anhängern bejubelten die Grün-Weißen am Sonntag bis spät in die Nacht den Aufstieg, der durch ein 2:0 gegen Jahn Regensburg zuvor perfekt gemacht worden war.

"Heute Abend wird gefeiert bis zum Morgen. Da schläft keiner und wenn einer schläft, dann wecke ich den auf", gibt Kapitän Ömer Toprak die Marschroute vor. Hit des Abends war wie in den vergangenen Wochen das von den Fans umgedichtete Lied "Ducksch is on fire", mit dem der Werder-Stürmer Marvin Ducksch gefeiert wurde. Auch Trainer Ole Werner wurde bejubelt und mischte auf dem Deck des Busses fleißig mit.

"Es ist eine außergewöhnliche Leistung", sagt Werner, der im vergangenen Jahr mit Holstein Kiel noch knapp in der Relegation am 1. FC Köln gescheitert war. Nun kann sich der 34-jährige Coach ab Sommer Erstliga-Trainer nennen. "Wir wissen, dass in der kommenden Saison große Herausforderungen auf uns warten, aber heute Abend wird erst einmal gefeiert", sagt Werner.

Baumann kündigt Kader-Entscheidungen an 

Schon in den kommenden Tagen dürfte es aber die ersten Entscheidungen geben, wie der Kader für die kommende Saison aussehen wird. "Wir haben schon einige Vorarbeit geleistet und versuchen, das in den nächsten Tagen und Wochen umzusetzen", sagt Sport-Geschäftsführer Frank Baumann im "Sportclub" des NDR, "damit wir im Vergleich zur Vorsaison rechtzeitig den Kader für die neue Saison haben, damit wir die Vorbereitung für uns nutzen können."

Verstärkung brauchen die Norddeutschen in allen Mannschaftsteilen. Auch im Angriff, wo das Sturmduo Niclas Füllkrug und Marvin Ducksch für insgesamt 39 der 65 Saisontore verantwortlich war. Doch hinter dem Duo klafft eine Lücke, auch im Mittelfeld und in der Abwehr sind neue Spieler nötig, um im kommenden Jahr nicht gleich wieder aus dem Oberhaus abzusteigen.

ÖFB-Spieler Schmid und Friedl mittendrin 

ÖFB-U21-Teamspieler Romano Schmid, der in 33 von 34 möglichen Spielen zum Einsatz kam, wird sich im offensiven Mittelfeld auf Konkurrenzkampf einstellen müssen. Der Steirer spielte mit drei Toren und sieben Vorlagen wie auch Marco Friedl als Innenverteidiger (27 Spiele/vier Tore) eine gute Saison.

"Wir haben sehr konkrete Ideen, wie wir den Kader zusammenstellen wollen. Wir wissen, dass die nächste Saison eine sehr schwierige wird", sagt Baumann. Doch erst einmal wollten auch Baumann und die übrigen Verantwortlichen den Aufstieg genießen. "Es ist eine gute Mischung aus purer Freude und auch Erleichterung", sagt der Ex-Profi.

Quelle: Agenturen / mpa