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Walkner bei Dakar als Ersthelfer für verunfallten Sunderland

01. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Der Salzburger Matthias Walkner hat auf der ersten Etappe der Rallye Dakar in Saudi-Arabien dem verunfallten Titelverteidiger Sam Sunderland Erste Hilfe geleistet.

Während der Brite verletzt ausschied, musste Walkner nach der Versorgung von Sunderland ohne Bezugspunkte zur Konkurrenz weiterfahren. Nach einer Gutschrift für die Zeit der Hilfeleistung wurde der KTM-Fahrer schließlich über fünf Minuten zurück als Etappenzehnter gewertet. Der Sieg ging Ricky Brabec (USA/Honda).

"Schwieriger Moment" für Walkner

Gasgas-Pilot Sunderland war nach 52 von über 360 Wertungskilometern schwer zu Sturz gekommen. Der eine Minute später gestartete Walkner erreichte als erster die Unfallstelle. "Er hat sich nicht viel bewegt. Es war ein schwieriger Moment für mich, mit anzusehen wie das Rennen für ihn endet. Ich hätte mir natürlich einen anderen Start in diese Rallye gewünscht, vor allem für ihn", sagte Walkner.

Diagnose: Schulterblattbruch und eine Gehirnerschütterung

Sunderland wurde in ein Krankenhaus geflogen. Dort sei ein Schulterblattbruch und eine Gehirnerschütterung diagnostiziert worden, wie sein Team bekanntgab. Nach dem Zwischenfall mit der Wartezeit auf den Rettungshubschrauber folgte für Walkner noch eine herausfordernde Restetappe. "Natürlich war es für mich dann sehr schwer, wieder in meinen Rennrhythmus zurückzufinden, so etwas fährt den ganzen Tag mit einem mit. Es war sehr schwer zum Einschätzen, wo ich mit meinem Tempo liege", sagte der Vorjahresdritte, der nicht volles Risiko ging.

Etappe war "intensiver als erwartet"

"Ich habe versucht, den ganzen Tag über ein gutes Tempo zu fahren und nicht übermäßig viel zu riskieren. Es war ein ziemlich anstrengender Tag für mich und ich merke, dass ich schon lange kein Rennen mehr gefahren bin. Es war keine einfache Etappe für mich - viel intensiver als erwartet", so der von einer Schulteroperation im Sommer genesene Dakar-Champion von 2018. Die zweite Etappe am Montag führt über 588 Kilometer, wovon 430 Kilometer gewertet werden.

Quelle: Agenturen / Redaktion / tgo