APA - Austria Presse Agentur

WAC trotz Erfolgslaufs vor Duell mit Rapid zurückhaltend

06. Nov 2021 · Lesedauer 4 min

Vor dem Fußball-Bundesliga-Heimspiel am Sonntag (17.00 Uhr) gegen Europacup-Fighter Rapid befindet sich der WAC auf der Erfolgswelle. Die jüngsten fünf Bewerbspiele wurden allesamt gewonnen. "Es gibt noch viel zu tun", dämpfte allerdings WAC-Trainer Robin Dutt die Erwartungen. Zuvor will der LASK im Heimspiel gegen die WSG Tirol (14.30 Uhr) die "Rote Laterne" abgeben. SCR Altach kämpft gegen Sturm (14.30 Uhr) um die Rückkehr zu alter Heimstärke.

Geht es nach WAC-Trainer Dutt soll der positive Trend auch gegen die Hütteldorfer anhalten. "Der Status quo ist sehr schön", sagte der Deutsche und wehrte sich zugleich gegen überzogene Erwartungen. "Unsere Ausgangsposition ist gut, doch es ist nur eine Ausgangsposition, mehr nicht. Es gibt noch viel zu tun." Einmal mehr verwies der 56-Jährige, dass er für die Verwirklichung seiner Ziele Zeit benötige. "Es ist ein Zusammenspiel von vielen Dingen, die zum Handlungskasten eine Trainers gehören. Manchmal dauert das ein halbes Jahr, manchmal ein Jahr", sagte Dutt, der mit seinem Team aus den ersten vier Runden nur zwei Punkte geholt hatte. Mittlerweile stehen die Wolfsberger aber auf Tabellenplatz drei.

Fünf Punkte dahinter rangiert Rapid an der fünften Stelle. Die Grün-Weißen mussten sich am Donnerstag in der Europa League Dinamo Zagreb auswärts 1:3 geschlagen geben und gingen damit erstmals nach sechs Matches wieder als Verlierer vom Platz. Bei den Grün-Weißen fehlen nach wie vor einige verletzte Stammspieler, dazu ist Robert Ljubicic gesperrt. Hinter den Einsätzen der an Muskelblessuren laborierenden Taxiarchis Fountas und Filip Stojkovic steht ein Fragezeichen. Dennoch gab sich Trainer Dietmar Kühbauer optimistisch. "Wir sind trotz der Niederlage gegen Dinamo Zagreb gut drauf und wollen ein gutes Spiel abliefern", kündigte der 50-Jährige an.

Der LASK hat für Sonntag ein Ziel: Die anstehende zweiwöchige Liga-Pause nicht mit der "Roten Laterne" zu verbringen. Im Heimspiel gegen Tirol soll auch die bisherige Misere in Pasching ad acta gelegt werden. Erst einmal in sieben Versuchen in dieser Saison gingen die Athletiker dort als Sieger vom Feld. Im ÖFB-Cup gab es zuletzt ein Erfolgserlebnis ausgerechnet gegen die Wattener. 2:1 siegte der LASK am 28. Oktober im Achtelfinale. Mit einem Sieg über die auf Rang sieben liegenden Tiroler könnte der LASK im engen Feld im besten Fall sogar nahe an die Top Sechs rücken.

Dies gilt auch für die Gäste. Trainer Thomas Silberberger sagte deshalb: "Wir wollen schon punkten, weil es tabellarisch eine gute Geschichte für uns wäre." Das Cupspiel sei aufgearbeitet. Da habe man vor allem in der ersten Halbzeit viel falsch gemacht. Silberberger meinte zur Ausgangslage: "Das Cupspiel hat uns schon auch wieder die Augen geöffnet über die Schwere der Aufgabe - auch wenn der LASK aktuell am letzten Tabellenplatz liegt."

Von der Heimstärkere früherer Jahre ist der SCR Altach momentan weit entfernt. Aus den bisherigen sieben Partien in dieser Fußball-Bundesliga-Saison vor eigenem Publikum schauten gerade einmal fünf Punkte heraus. Die Vorarlberger gewannen zwei der jüngsten vier Spiele gegen Sturm, allerdings war man davor in 16 Meisterschaftsduellen mit den Steirern sieglos geblieben. "Sturm ist nicht unbedingt unser Lieblingsgegner. Nichtsdestotrotz wollen wir die drei Punkte holen", erklärte Canadi. Zuletzt überraschten die Altacher mit einem 1:1 gegen Red Bull Salzburg und einem 1:0 gegen den LASK.

Sturm liegt in der Bundesliga auf Rang zwei und tritt gegen Altach mit dem Selbstvertrauen aus dem 1:1 in der Europa League beim spanischen Tabellenführer Real Sociedad an. In der Liga kassierten die Grazer jedoch zuletzt zwei Niederlagen, drei der jüngsten vier Meisterschaftspartien wurden verloren. Zudem ist die Personalsituation sehr angespannt. Zu den bisherigen Ausfällen Jusuf Gazibegovic (Corona), Stefan Hierländer (Knie), Otar Kiteishvili (Syndesmoseband-OP) und Sandro Ingolitsch (rekonvaleszent) kam noch Kelvin Yeboah dazu. Der Stürmer lieferte am Donnerstag einen positiven Antigen- und PCR-Test ab und muss daher laut Club-Angaben eine zehntägige Quarantäne in einem Hotelzimmer in San Sebastian verbringen.

Quelle: Agenturen