APA - Austria Presse Agentur

WAC geht nachdenklich in Länderspielpause

04. Okt 2020 · Lesedauer 2 min

Beim WAC gibt es vor dem Beginn der zweiwöchigen Länderspielpause einiges zu grübeln. Durch das Heim-2:4 am Samstag gegen den SKN St. Pölten hält der Europa-League-Starter in der Fußball-Bundesliga nach vier Runden nur bei drei Punkten. Waren die Niederlagen gegen Red Bull Salzburg und den LASK noch wenig überraschend, so schmerzte die Pleite gegen die Niederösterreicher umso mehr.

"Wir waren einfach in den entscheidenden Aktionen zu wenig kompromisslos in den Zweikämpfen. Wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht", erklärte Trainer Ferdinand Feldhofer. "Die Defensive war nicht gut. Die Verteidigung fängt aber ganz vorne an. Wir müssen besser ins Gegenpressing gehen, das haben wir nicht gemacht."

Allzu hart wollte der Steirer mit seiner Truppe jedoch auch nichts ins Gericht gehen. Er sei "grundsätzlich nicht unzufrieden mit der Leistung", meinte Feldhofer. "Wir haben alles probiert, die zweite Hälfte war hervorragend. Wir hätten genug Chancen gehabt, haben diese aber nicht verwertet."

Doch nicht nur die Chancenverwertung, auch die Personalsituation bereitet dem früheren Verteidiger Sorgen. Michael Novak verletzte sich beim Aufwärmen, Sven Sprangler noch vor der Pause und Manuel Kuttin - Ersatz für den ebenfalls verletzten Stammgoalie Alexander Kofler - musste zur Pause in der Kabine bleiben. "Heute hat alles zusammengepasst", ärgerte sich Feldhofer.

Der Coach hat nun zwei Wochen Zeit, die Mannschaft wieder in Schuss zu bringen, dann geht es Schlag auf Schlag: Beginnend mit dem Spiel der zweiten ÖFB-Cup-Runde am 18. Oktober gegen die SV Ried warten auf die Wolfsberger sieben Pflichtspiele innerhalb von 22 Tagen.

Deutlich entspannter kann St. Pöltens Coach Robert Ibertsberger der anstehenden Liga-Unterbrechung entgegenblicken. Sieben Punkte aus vier Runden sind eine beachtliche Ausbeute für den Abstiegskandidaten des Vorjahres. "Es macht gerade riesigen Spaß. Ich weiß aber sehr genau, dass es schnell in die andere Richtung gehen kann. Daher bleiben wir alle demütig", versprach der Salzburger.

Einer der SKN-Matchwinner war Dor Hugi mit einem Doppelpack. Sein zweites Tor erzielte der Israeli, der mit vier Treffern zumindest für einen Tag die Schützenliste anführte, in sehenswerter Manier mit einer tiefen Wunde am Rist, ehe er kurz danach ausgetauscht wurde. Bis zum Cup-Duell mit Red Bull Salzburg am 17. Oktober sollte der Offensivspieler wieder fit sein.

Quelle: Agenturen