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WAC gegen Altach unter Druck - Ried vor nächstem Derby

Heute, 13:24 · Lesedauer 4 min

Qualifikationsgruppen-Leader SCR Altach reist am Samstag in der Fußball-Bundesliga ins Lavanttal zum Wolfsberger AC. Während sich der Cup-Finalist aus dem Ländle in der 2. Runde seit der Punkteteilung an der Spitze einzementieren möchte, geht es für die Kärntner um das Ende ihrer langen Negativserie. Wundenlecken nach dem Cup-Aus ist für die SV Ried angesagt, im nächsten OÖ-Derby bei Schlusslicht Blau-Weiß Linz sollen drei Punkte her. Die WSG Tirol empfängt indes den GAK.

Den WAC und Altach trennen nur vier Zähler, beide Teams bewegen sich sportlich aber in unterschiedliche Richtungen. Während Altach seit Jahresbeginn in sechs Spielen elf Punkte eingefahren hat und im Cupfinale steht, sind es bei den Lavanttalern zwei Punkte samt Pokal-Aus. WAC-Coach Ismail Atalan ist unter Druck. Ob er bei einem weiteren Misserfolg die anstehende Länderspielpause übersteht, ist ungewiss. "Das gehört zum Business dazu. Wenn ich in die Kabine gehe, fühle ich sehr viel Zuspruch", meinte der Deutsche und versprach: "Ich gebe mein Bestes. Und wenn das Beste nicht reicht, dann ist es so." Seit seiner Ankunft Mitte November als Nachfolger von Peter Pacult konnte Atalan nur einen Sieg feiern.

Die Krise im Lavanttal ist auch jenseits des Arlbergs nicht unbemerkt geblieben. "Im Moment läuft es bei ihnen nicht, und das möchten wir für uns nutzen", erklärte SCR-Trainer Ognjen Zaric, dessen Elf die ersten zwei Saisonduelle gewann (2:0,3:1). Dass seine Kicker schon an Platz eins und das Europacup-Play-off denken, glaubt Zaric nicht. Man sei "sehr klar" in der Zielsetzung, betonte der Tiroler. "Wenn wir jetzt beginnen, Träume zu schüren mit international und sonst was, dann heben wir ganz schön ab und vergessen, was die Realität ist." Diese besagt aber auch, dass der Klassenerhalt denkbar nahe ist. Der Vorsprung auf die Rote Laterne beträgt zehn Zähler.

BW Linz - Ried: Blau-Weiß unter Zugzwang

Apropos Rote Laterne: In Linz ist Blau-Weiß vor vollem Haus gegen Ried unter Zugzwang. "Wir müssen unsere Heimspiele gewinnen", sagte Trainer Michael Köllner, dessen Elf im Abstiegskampf bereits sechs Zähler auf das rettende Ufer fehlen. Gegen den Aufsteiger aus Ried bezogen die Linzer heuer bereits zwei Niederlagen (0:2,1:2). "Es wird ein Zweikampfspiel, viel Fighten um den zweiten Ball", erwartet Köllner, der nun mehr Auswahl im Kader hat: Thomas Goiginger, Elias Bakatukanda und Cheick Conde haben wieder voll trainiert.

Ried hat indes ein 120-Minuten-Spiel vom Mittwoch - Cup-Aus inklusive - in den Knochen. SVR-Coach Maximilian Senft sprach von einer "speziellen Herausforderung, innerhalb von drei Tagen sowohl mental als auch körperlich wieder auf 100 Prozent hochzufahren. Die Tatsache, dass es sich bei diesem Spiel gleich um ein weiteres Derby handelt, hilft uns sicher, das ein oder andere Prozent mehr zu mobilisieren." In der Startelf muss rotiert werden, ist doch Führungsspieler Michael Sollbauer gesperrt.

WSG - GAK: Wiedersehen in Innsbruck

In Innsbruck hat die WSG den Grazer AK zu Gast. Vor zwei Wochen gewannen die Tiroler an gleicher Stelle das Duell mit den Steirern. "Was in der Vergangenheit war, zählt nichts mehr, wir starten wieder bei Null", betonte WSG-Coach Philipp Semlic. Seine Mannschaft hatte zum Auftakt der Quali-Gruppe 1:2 in Ried verloren, während der GAK mit einem 2:0-Heimsieg im Rücken die Reise antritt. Bei der WSG könnte Matthäus Taferner nach überstandener Verletzung wieder in den Kader zurückkehren.

Der GAK könnte derweil mit einem Auswärtserfolg - es wäre der erste seit November - in der Tabelle nach oben klettern und die Wattener überholen. Zwei Punkte beträgt der Rückstand der Truppe von Trainer Ferdinand Feldhofer, dessen Lazarett kleiner wird. "Tobias Koch ist wieder voll einsatzfähig, zudem haben wir Jacob Italiano letzte Woche zum richtigen Zeitpunkt ausgewechselt, sodass auch er uns zur Verfügung stehen wird."

Zusammenfassung
  • Altach reist als Tabellenführer der Qualifikationsgruppe mit elf Punkten aus sechs Spielen seit Jahresbeginn und dem Einzug ins Cupfinale zum WAC, der nach nur zwei Punkten und dem Pokal-Aus unter Trainer Atalan weiter unter Druck steht.
  • Blau-Weiß Linz steht mit sechs Punkten Rückstand auf das rettende Ufer im Heimspiel gegen Ried unter Zugzwang, während Ried nach einem 120-Minuten-Cup-Aus und ohne den gesperrten Sollbauer ins OÖ-Derby geht.
  • Die WSG Tirol empfängt den GAK, der mit zwei Punkten Rückstand auf die Wattener und erstmals seit November wieder einen Auswärtssieg anpeilt, während bei beiden Teams wichtige Spieler nach Verletzung zurückkehren könnten.