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Trauer-Jahr: Diese Größen verlor der Sport 2022

23. Dez. 2022 · Lesedauer 5 min

Dietrich Mateschitz, Ivica Osim, Heidi Goëss-Horten, Ronald Leitgeb - Österreichs Sport hat heuer große Sportförderer, Mäzene und Persönlichkeiten verloren.

Getrauert wurde weltweit um Startrainer und Champions. Beim Aufbau der Infrastruktur für die Fußball-WM in Katar verloren viele Gastarbeiter ihr Leben. Nach dem Tod von Königin Elizabeth II. stand in Großbritannien vorübergehend das Sportgeschehen still.

Dietrich Mateschitz

Der Tod von Red-Bull-Gründer Mateschitz (78) füllte im Oktober weltweit die Schlagzeilen. Der gebürtige Steirer hatte zunächst in das Sponsoring von Einzelsportlern in Trend- und Extremsportarten, danach auch in die Formel 1, Fußball oder Eishockey investiert. Als Mitbegründer der Stiftung "Wings for Life" setzte er sich für die Forschung zur Heilung von Querschnittslähmung ein, viele prominente Sportler beteiligten sich daran.

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Heidi Goëss-Horten

Wie nach dem Tod von Mateschitz laufen auch nach dem Ableben der Kunstsammlerin und Milliardärswitwe Goëss-Horten (81) die Sportaktivitäten weiter. Auch die u.a. Präsidentin des Eishockeyclubs KAC hatte zu Lebzeiten vorgesorgt, dass ihr Lebenswerk erhalten bleibt und fortgesetzt wird.

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Ronnie Leitgeb

Völlig unerwartet traf die Tennisszene der Tod von Leitgeb, der einstige ÖTV-Präsident, Davis-Cup-Kapitän und Coach von Thomas Muster wurde nur 62 Jahre.

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Ivan "Ivica" Osim

Groß war die Anteilnahme auch nach dem Tod des früheren Fußball-Trainers und -Intellektuellen Ivan "Ivica" Osim (80). Mit Sturm Graz gewann er dank Offensivfußball zweimal den Meistertitel (1998, 1999), dreimal den Cup (1996, 1997, 1999) und schaffte dreimal den Einzug in die Champions League (1999 bis 2001).

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Gerhard Rodax

Der ehemalige österreichische Teamspieler Gerhard Rodax (57) ging viel zu früh, starb infolge eines tragischen Unglücks am 16. November 2022. 

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Uwe Seeler

Im internationalen Fußball hieß es u.a. Abschied nehmen von Deutschlands Legende Uwe Seeler (85), den Ehrenspielführer der Nationalmannschaft zeichneten auch seine menschlichen Qualitäten aus.

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Sinisa Mihajlovic

Sinisa Mihajlovic, Ex-Trainer von Marko Arnautovic, starb im Alter von 53 Jahren. 

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Jürgen Grabowski

1974-Weltmeister und 1972-Europameister Jürgen Grabowski starb im Alter von 77 Jahren.

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Hans Menasse

Fünf Tage vor seinem 92. Geburtstag starb Ex-Teamakteur und Vienna-Meisterspieler Hans Menasse.

Francisco "Paco" Gento

Real-Madrid trauert um Legende Francisco "Paco" Gento (88).

Hans-Jürgen "Dixie" Dörner

Nach langer Krankheit ist Dynamo Dresdens Legende Hans-Jürgen "Dixie" Dörner im Alter von 70 Jahren verstorben. 

Viktor Sanejew

In der Leichtathletik trauerte man um den dreifachen Dreisprung-Olympiasieger Viktor Sanejew (76).

Nick Bollettieri

Im Tennis wird um Trainer-Legende Nick Bollettieri (91) getrauert.

Szilvester Csollany

Der ungarische Turn-Olympiasieger Szilvester Csollany (51) erlag den Folgen einer Coronainfektion.

Bengt "Bengan" Johansson

Handball-Erfolgstrainer Bengt "Bengan" Johansson (79) starb nach längerer Krankheit.

Werner Franke

Das letzte Geleit gab es auch für den Deutschen Werner Franke (82), mit ihm verlor die Sportwelt einen engagierten Anti-Doping-Kämpfer.

Davide Rebellin

Viel zu jung aus dem Leben gerissen wurde der italienische Ex-Radprofi Davide Rebellin (51), der von einem Lkw erfasst wurde.

Dwayne Haskins

Ebenfalls bei einem Verkehrsunfall  kam die Quarterback-Hoffnung der Pittsburgh Steelers (NFL), Dwayne Haskins (24)

Eya Guezguez

Die 17-jährige Segel-Olympiateilnehmerin Eya Guezguez verlor bei einem Trainingsunfall mit Kenterung in ihrer Heimat Tunesien ihr Leben.

Guy Lafleur

Im US Sport hieß es Abschied nehmen von Guy Lafleur (70), dem fünffachen Stanley-Cup-Sieger in der NHL.

Börje Salming

Der frühere schwedische Eishockey-Internationale Börje Salming wurde 71, der langjährige Legionär bei den Toronto Maple Leafs gehörte dem "Jahrhundert-Team" des Internationale Eishockey-Verbandes an.

Bill Russel

Basketball-Legende Bill Russell, elf Mal NBA-Champion mit den Boston Celtics, starb mit 88.

Paul Silas

Der dreifache Champion Paul Silas, nach seiner Spielerkarriere erster NBA-Trainer von Superstar LeBron James, mit 79.

Dave Dryden

Mit 81 verstarb der Erfinder der modernen Schutzmaske für Eishockey-Torhüter, der frühere NHL-Goalie Dave Dryden war der erste Spieler, der eine Maske aus Fiberglas und einem Gitterschutz trug.

Mauro Forghieri

Ferrari trauerte um seinen ehemaligen Technischen Direktor Mauro Forghieri (87), mit dem Chefingenieur eroberte der Formel-1-Rennstall insgesamt 54 Grand-Prix-Siege, sieben Konstrukteurstitel und vier Fahrer-Weltmeistertitel. Forghieri steht auch hinter den Erfolgen von Niki Lauda.

Trauer um Superbike-Fahrer

Mehrere Superbike-Fahrer erlagen ihren bei Unfällen erlittenen Verletzungen - der Engländer Chrissy Rouse (26) in Donington Park, der Niederländer Victor Steeman (22) in Portimao, der Deutsche Leon Langstädtler (24) in Hockenheim.

Tote bei Tourist Trophy auf Isle of Man

Bei der Tourist Trophy auf der Isle of Man verstarben ein Vater und sein Sohn, der als Beifahrer in einem Motorrad-Sidecar-Bewerb dabei war. Insgesamt sechs Todesopfer gab es heuer. Die Rennen werden seit 1907 ausgetragen, das einzige Jahr ohne einen Todesfall war 1982.

Auf dem Fußballplatz verstorben

Auf dem Fußballplatz plötzlich starben der argentinischen Erstligaspieler Andrés Balanta (22) und der französische Erstliga-Schiedsrichter Johan Hamel (42).

Krieg und Fußballevents fordern viele Tote

Im von Russland geführten Krieg bezahlte als einer von Zehntausenden ein 19-jährigen Nachwuchs-Biathlet aus der Ukraine seinen Einsatz mit seinem Leben. Mehrere hundert Gastarbeiter starben im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen für die Fußball-WM in Katar. Mehr als 130 Personen verloren bei einer Panik in einem Stadion auf der indonesischen Insel Java ihr Leben. Ebenfalls wegen einer Massenpanik starben mehrere Menschen im Rahmen des Einzugs von Gastgeber Kamerun ins Viertelfinale beim Fußball-Afrika-Cup.

Quelle: Agenturen / Redaktion / tgo