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Ried trennt sich von Coach Ibertsberger: Heinle übernimmt

19. Apr. 2022 · Lesedauer 2 min

Fußball-Bundesligist SV Ried und Trainer Robert Ibertsberger gehen getrennte Wege. Wie die Innviertler am Dienstag mitteilten, habe sich der Verein von dem 45-Jährigen getrennt.

Christian Heinle, der bereits im vergangenen Herbst als Interimscoach bei den Oberösterreichern tätig war, ist ab sofort Cheftrainer. Ibertsberger hatte in Ried erst am 1. Jänner angeheuert, zuvor war er schon von 2010 bis 2017 in verschiedenen Funktionen für den Club tätig gewesen.

Den Riedern gelang in den letzten sieben Bundesliga-Spielen lediglich ein Sieg. Nachdem man die Meistergruppe knapp verpasste, liegt man in der Qualifikationsgruppe aktuell mit 18 Punkten auf Rang drei. Auf Leader Admira fehlt nur ein Punkt, auf Tabellenschlusslicht TSV Hartberg hat man jedoch nur vier Punkte Vorsprung. Im ÖFB-Cup stehen die Innviertler überraschend im Finale und treffen am 1. Mai auf Red Bull Salzburg. 

Ibertsberger: "Überraschend und vorhersehbar" 

"Wir befinden uns in einer sehr heiklen Situation. Das Ligaformat mit der Punkteteilung macht es schwierig, auf bereits erarbeitete Erfolge aufzubauen und etwas mehr Ruhe und Zeit für Entwicklungen zu haben. Die aktuelle Tabellensituation und die Umstände dahinter sind die Auslöser für diese harte Entscheidung", betont SVR-Präsident Roland Daxl. 

Iberstsberger selbst sei von der Entscheidung überrascht worden, wie er in einem auf der Club-Homepage angeführten Zitat angibt: "Es war für mich sehr überraschend und unvorhersehbar. Mir hat die Arbeit im Verein und mit den Spielern viel Spaß gemacht. Wir haben gemeinsam das Cupfinale erreicht und ich war überzeugt, dass wir die Liga halten und dann Zeit für die nächsten Schritte hätten. Das ist jetzt leider für mich nicht mehr möglich."

Vor Ibertsberger hatten in dieser Saison bereits Dominik Thalhammer (LASK), Heraf, Dietmar Kühbauer (Rapid), Damir Canadi (Altach) und Kurt Russ (Hartberg) unfreiwillig das Trainer-Handtuch im Fußball-Oberhaus werfen müssen.

SVR-Sportchef Thomas Reifeltshammer hofft nun zum einem auf mehr Kontinuität auf der Trainerposition und zeigte sich zum anderen überzeugt vom neuen Coach. "Mit Christian Heinle haben wir einen jungen, interessanten Trainer in unseren eigenen Reihen, der sich bereits im Herbst als Cheftrainer bewiesen hat. Mit ihm gehen wir nun unseren Weg, unabhängig davon, was in den nächsten Wochen und Monaten geschieht."

Quelle: Agenturen / mpa