APA - Austria Presse Agentur

Sturms Suche nach Erfolgserlebnis geht in Altach weiter

30. Nov 2021 · Lesedauer 3 min

Sturm Graz ist auf der Suche nach dem Siegesgefühl. Ganze acht Pflichtspiele warten die Steirer bereits auf einen vollen Erfolg, Trainer Christian Ilzer spricht von einer "extrem harten Phase". Im Nachtragsspiel beim derzeit ebenfalls strauchelnden SCR Altach könnte Sturm am Mittwochabend (19.00 Uhr) dennoch an Punkten zum zweitplatzierten WAC aufschließen. Für die Vorarlberger geht es darum, den letzten Tabellenplatz hinter sich zu lassen.

Für Ilzer und sein Team geht es in Altach im Stakkato weiter. Nach dem Gastspiel im Ländle wartet am Samstag die Admira, fünf Tage später folgt erneut daheim die sportlich nur noch wenig bedeutende Abschiedsvorstellung in der Europa League gegen AS Monaco. Zum Abschluss der Herbstsaison wartet dann noch am 12. Dezember das Gastspiel in Klagenfurt. Eines will Sturm vermeiden: Dass um den sicher geglaubten Platz in den Top sechs bis zur Winterpause noch gezittert werden muss.

Mit einem Dreier in Altach lägen die Grazer immerhin sieben Punkte vor dem Sechsten Hartberg, der Austria und Rapid. Laut Ilzer ist es nun eine Kopfsache. "Es darf sich keine zu harte Drucksituation für die Spieler entwickeln", meinte der Coach nach dem 1:2 bei der Austria. Mentale Arbeit sei gefragt. "Wir wollen im Kopf bereit sein, um gegen einen kompakten Gegner die nötige Frische auf den Platz zu bringen", sagte er mit Blick auf Altach. Die ursprünglich am 7. November angesetzte Partie musste damals aufgrund von Corona-Infektionen im Kader der Steirer verschoben werden. Gänzlich in trockenen Tüchern war der Nachtrag am Dienstagabend nicht: Zahlreiche Helfer mussten mit Schaufeln ausrücken, um das Altacher Spielfeld vom Schnee zu befreien.

"Jammern bringt uns jetzt nichts", wurde Ilzer nun nicht müde zu betonen. Der 44-Jährige ("Ich sehe, dass jeder Einzelne alles versucht") beschwor den Zusammenhalt. Andreas Kuen fehlt nach seiner Roten Karte aufgrund einer Sperre. Der vermisste Otar Kiteishvili absolviert aktuell in Deutschland ein Aufbautraining. Der Georgier soll nach einer Sprunggelenks-Operation im Jänner wieder voll ins Training einsteigen. Der am Knie angeschlagene Stefan Hierländer könnte im Jahresfinish noch einmal ein Thema werden.

Aus dem Lager der Altacher klangen ähnliche Töne. Auch Damir Canadi lobte seine einsichtigen Spieler nach der schwachen Vorstellung beim jüngsten 0:3 gegen die WSG Tirol. "Die Mannschaft hat sich selbst organisiert und das Spiel vom Samstag intern aufgearbeitet. So habe ich das noch nicht erlebt, seit ich hier bin", berichtete der Trainer der Vorarlberger am Dienstag. Vonseiten der sportlichen Leitung habe man versucht, "die richtigen Worte zu finden".

Die Hoffnungen der Rheindörfler liegen auch in der Rückkehr der am Wochenende gesperrt gewesenen Offensivspieler Adthe Nuhiu und Noah Bischof. Fehlen wird jedoch Manuel Thurnwald, der sich gegen Tirol am Rücken verletzte.

Altach hat in den vergangenen elf Runden nur einen Sieg - beim Vorletzten LASK - angeschrieben. In den jüngsten drei Spielen gelang nicht einmal ein Tor. Den Gegner sah Canadi mit der mental besseren Ausgangslage: "Sturm ist noch immer Dritter in der Tabelle. Deshalb tun sie sich sicher leichter, mit ihrer momentanen schwierigen Situation umzugehen." Das erste Saisonduell gewann Sturm mit 3:1, Kelvin Yeboah traf zweimal.

Quelle: Agenturen