Sturm und Salzburg trennen sich im Liga-Schlager 1:1
Für Sturm geht es danach mit einem Auswärtsspiel bei Rapid weiter, Salzburg gastiert in Hartberg. Beide mussten für den Flutlicht-Schlagabtausch durch Sperren ihre Abwehrreihen umbauen. Sturm kehrte mit Arjan Malic für Paul Koller zur Viererkette zurück. Filip Rozga, zuletzt ein Aktivposten, machte Gizo Mamageishvili Platz. Salzburg-Trainer Daniel Beichler ersetzte bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte als Profi den gesperrten Joane Gadou durch Anrie Chase. Dessen Startelfdebüt endete mit einem Ausschluss (91.). Die Offensiven Sota Kitano und auch Kerim Alajbegovic saßen bei den Gästen vorerst überraschend nur auf der Bank.
Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch hatte sich zuvor in Understatement geübt, indem er die vier Spiele torlosen Salzburger in die klare Favoritenrolle schob. Die "Bullen" erarbeiteten sich dann auch früh eine Feldüberlegenheit, Edmund Baidoo vergab nach 21 Minuten den ersten Hochkaräter. Der am zweiten Pfosten lauernde Angreifer brachte die scharfe Flanke von Karim Konate nicht im Tor unter.
Die Grazer suchten ihr Heil in Bällen in die Tiefe, die allerdings schnell weg waren. Jeder Ball war umkämpft, das Pressing scharf, die 14.817 Fans im Stadion bekamen ein rastloses Stakkato geboten. Sturm klopfte dann aus einem Corner erstmals an. Beim Kopfball-Aufsitzer von Malic musste Alexander Schlager nachgreifen (27.). Kurz darauf endete Salzburgs Torflaute - nach 392 Spielminuten.
Ein Einwurf von Malic zum Gegner flog den Gastgebern um die Ohren, nach einem Bidstrup-Zuspiel zog Vertessen aus spitzem Winkel aus der Drehung ab und überraschte damit Sturm-Ersatzgoalie Matteo Bignetti. Der Ball schlug im kurzen Kreuzeck ein. Auf der Gegenseite musste sich Schlager bei einem Mamageishvili-Freistoß strecken (39.), seine Vorderleute machten ansonsten das Zentrum dicht.
Ausgleich mit dem Pausenpfiff
Sturm musste seine Defensive erneut umstellen. Emanuel Aiwu ersetzte den angeschlagenen Abwehrpflock Jeyland Mitchell. Bidstrup kam infolge eines Freistoßes völlig blank zum Abschluss, sein Schuss ging drüber (45.+3). Statt 2:0 hieß es in der zerfahrenen Partie zur Pause 1:1. Albert Vallci legte eine Malic-Hereingabe ab zu Gorenc Stankovic, der aus kurzer Distanz wuchtig, aber zentral aufs Tor abzog. ÖFB-Teamgoalie Schlager sah in dieser Aktion nicht glücklich aus.
Mamageishvili eröffnete die zweite Hälfte mit einem Schuss, der über die Latte strich (50.). Der Georgier tauchte kurz darauf erneut gefährlich im Strafraum auf, Salzburgs Defensive klärte die Situation. Die Partie verlief nun ausgeglichen - die Strafraumszenen wurden weniger und auf beiden Seiten häuften sich die Fehler. Beide Teams tauschten für die letzten 20 Minuten munter durch, Top-Gelegenheiten boten sich bis zuletzt keine mehr.
Damit blieb Sturm im fünften Spiel in Folge gegen Salzburg ungeschlagen. Kurios endete die Partie für Salzburgs Startelfdebütant Chase, der nach Behandlungspause - bereits vorbelastet - verfrüht wieder aufs Feld zurücklief und Gelb-Rot sah.
Zusammenfassung
- Sturm Graz und Salzburg trennten sich im Bundesliga-Hit mit 1:1, wodurch Sturm mit 23 Punkten und vier Zählern Vorsprung an der Tabellenspitze bleibt.
- Yorbe Vertessen beendete mit dem Führungstreffer in der 32. Minute Salzburgs Torflaute nach 392 Minuten, ehe Jon Gorenc Stankovic in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+5) für Sturm ausglich.
- Vor 14.817 Zuschauern blieb Sturm im fünften Spiel in Folge gegen Salzburg ungeschlagen, während Salzburgs Startelfdebütant Anrie Chase in der 91. Minute Gelb-Rot sah.
