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Sturm Graz bleibt vor Europacup-Showdown im Flow

31. Okt. 2022 · Lesedauer 3 min

Im "goldenen Oktober" hat Sturm Graz Siegesgewissheit getankt. "Wir strotzen vor Selbstvertrauen und werden versuchen, dort nachzulegen", schaute Jakob Jantscher nach dem 2:1-Heimsieg gegen die SV Ried in der Fußball-Bundesliga am Sonntag schon nach Dänemark. Österreichs zweite Kraft blieb vor dem anstehenden Gruppen-"Finale" in der Europa League gegen den FC Midtjylland am Donnerstag im berühmt-berüchtigten Flow.

"Wir haben in den letzten Wochen bewiesen, dass wir einen sehr guten Kader und viel Selbstvertrauen haben", betonte der wegen einer Wadenverletzung lange fehlende Jantscher angesichts von zehn ungeschlagenen Spielen in Folge. Er schrieb bei seinem Startelf-Debüt in der Liga in dieser Saison mit einem verwandelten Elfmeter gleich ein erstes Mal an.

Dass Sturm nach dem 1:1 durch einen abgefälschten Fernschuss von Stefan Nutz doch wieder kurz um den "Dreier" zittern musste, lag erneut an mangelnder Effizienz. "Ich wünsche mir, dass die Meisterschaftsspiele auch mal klarer ausgehen, damit ich auch einmal einen Gregory Wüthrich früher auswechseln kann. Aber das erfüllt mir die Mannschaft noch nicht", meinte Christian Ilzer.

Der Sturm-Trainer attestierte seinem Team ansonsten einen "sehr professionellen Auftritt". "Wir nehmen viel Vertrauen mit. Es war wirklich ein goldener Oktober." Die Spieler seien englische Wochen in physischer Hinsicht inzwischen gewohnt. "Wir dürfen nicht an Erfolgserlebnissen hängen bleiben", erinnerte Ilzer an die mentale Komponente, Stichwort Fokus: "Die Mannschaft kriegt das gut hin. Aber wir müssen bereit bleiben, uns weiterzuentwickeln."

Dass Sturm gegen den Vorletzten trotz aller Dominanz zwei Standardtore brauchte - Otar Kiteishvili fiel ein Eckball vor die Füße (71.) - lag am Sonntag auch am exzellent aufgelegten Ried-Tormann Samuel Sahin-Radlinger. Christian Heinle adelte seinen Goalie sodann als "überragend". "Bei der Qualität von Sturm, die heute auf uns zugekommen ist, brauchst du einen Samuel Sahin-Radlinger in Überform, damit du in der 70. Minute überhaupt noch dabei bist." Das war an diesem Sonntag der Fall, doch letztlich sah auch Sahin-Radlinger einen Klassenunterschied. Er sagte: "Das war heute schon eine verdiente Nummer."

Rieds Trainer nahm die erste Niederlage nach zuvor vier ungeschlagenen Spielen hin. "Bei der Wucht und Qualität, die Sturm mitbringt, kann man hier auch untergehen." Heinle bemängelte die erste und lobte die zweite Hälfte. "Aber unser Weg stimmt." Der Abstand auf Schlusslicht Hartberg bleibt bei zwei Punkten Vorsprung knapp. Klagenfurt (h) und Tirol (a) stellen sich den "Wikingern" vor der Ligapause noch entgegen. Heinle: "Da schauen wir, dass wir unbedingt noch etwas für ein gutes Gefühl in die Winterpause mitnehmen."

Quelle: Agenturen