APA - Austria Presse Agentur

Steu/Koller holten auch Igls-Sprint, Frauen zeigten auf

29. Nov 2020 · Lesedauer 3 min

Der Auftakt der Weltcup-Saison der Kunstbahn-Rodler in Igls hat am Sonntag mit einem weiteren österreichischen Doppelsieg geendet. Nach dem Triumph im "normalen" Rennen am Samstag schlugen Thomas Steu/Lorenz Koller diesmal im Sprint zu. Ein Ausrufezeichen setzten auch die Frauen: Madeleine Egle stellte als Fünfte ihr bisheriges Topresultat ein, die 19-jährige Lisa Schulte schaffte mit Platz sechs eine persönliche Bestmarke.

Steu/Koller setzten sich am Sonntag im Sprint gegen die Letten Andris und Juris Sics (+0,091 Sek.) und Ludwig Rieder/Patrick Rastner (+0,102) aus Südtirol durch. Die am Samstag zweitplatzierten Österreicher Yannick Müller/Armin Frauscher mussten sich diesmal mit Rang sieben (+0,228) zufriedengeben.

Bei den Frauen dürfte sich die 22-jährige Egle, in den beiden Vorsaisonen jeweils Weltcup-Gesamt-13., trotz des guten Resultats dennoch etwas ärgern: Nach dem ersten Durchgang noch Dritte, fiel sie im zweiten Lauf etwas zurück und verpasste so den erstmaligen Sprung aufs Stockerl. Das Rennen wurde zum deutschen Triumphzug: Julia Taubitz, Weltcupgewinnerin der Vorsaison, siegte, ihre Landsfrauen Natalie Geisenberger und Dajana Eitberger rasten nach Babypausen auf die Plätze zwei und drei.

Durchwegs gute rot-weiß-rote Ergebnisse gab es auch im Staffelbewerb bzw. in den Einzel-Sprints. Egle, Müller und die am Samstag siegreichen Doppelsitzer Thomas Steu/Lorenz Koller klassierten sich im Teamrennen 0,030 Sekunden hinter Schwarz-Rot-Gold und hatten ihrerseits 0,121 Sek. Vorsprung auf die drittplatzierten Russen.

Im Sprint der Männer landeten hinter dem deutschen Sieger Felix Loch David Gleirscher (+0,088 Sek.) und Jonas Müller (+0,091) am Podest. Bei den Frauen war Hannah Prock als Fünfte beste Österreicherin, Egle wurde Sechste, Schulte Elfte. Das deutsche Siegerpodest lautete wie schon im "Standardrennen" Taubitz-Geisenberger-Eitberger.

Österreichs Rodel-Doppelsitzer Steu/Koller zeigten sich mit den Leistungen am Wochenende "sehr zufrieden. Die Läufe waren nicht perfekt, aber der Speed ist super", erklärte Steu, weinte aber dem Sieg in der Staffel nach: "Da haben wir drei Hundertstel liegen lassen, sonst hätten wir das auch noch gewonnen."

Auch Cheftrainer Rene Friedl fand viel Lob für seine Athleten. "Wir sind mit den insgesamt sechs Podestplätzen bei den Herren und im Doppelsitzer und den vier Top-Sechs-Ergebnissen bei den Damen natürlich sehr zufrieden, die Mädels haben sich sehr gut verkauft", meinte er nicht zuletzt im Hinblick auf die Frauen. Egle sah jedenfalls noch Verbesserungsbedarf. "Leider ist die Fehlerquote noch ein bisschen hoch. Ich hatte heute ein paar Fehler, die eigentlich nicht sein sollten, deshalb hat es nicht für noch weiter vorne gereicht", meinte sie nach Platz fünf.

Quelle: Agenturen