APA - Austria Presse Agentur

Starker ÖSV-Saisonauftakt - Lamparter 2., Trio in Top 6

26. Nov 2021 · Lesedauer 3 min

Doppel-Weltmeister Johannes Lamparter hat die Olympia-Saison der Nordischen Kombinierer am Freitag wie im Vorjahr mit Rang zwei in Ruka begonnen. Der Tiroler musste sich nach Platz vier im Sprung sowie einem 5-km-Langlauf dem Norweger Jarl-Magnus Riiber um 20,2 Sekunden geschlagen geben. Mit dem Salzburger Sprung-Zweiten Mario Seidl hinter dem Norweger Jens Luraas Oftebro (+22,2) als Viertem (+23,8) und Lukas Greiderer als Sechstem (+45,7) gab es ein starkes ÖSV-Abschneiden.

"Ich bin echt sehr zufrieden", sagte Lamparter, zur Halbzeit 32 Sekunden zurück. "Der Sprung war nicht ganz eine Bombe, aber eine gute Ausgangsposition. Ich habe richtig gute Ski gehabt, mich richtig gut gefühlt und alles aus meinem Körper rausgeholt. Jarl ist einfach der, der das Ganze vorgibt. Natürlich braucht es auf der Schanze eine Bombe und auf der Loipe einen Super-Tag und dass er ein bisschen schwächelt, dass man ihn schlagen kann. Und auf den Tag werde ich auf alle Fälle warten."

Für den 24-jährigen Weltcup-Titelverteidiger Riiber war es saisonübergreifend der sechste Weltcupsieg in Folge sowie insgesamt Nummer 37. Er hat damit seine Serie als Weltcup-Leader prolongiert, das Gelbe Trikot trägt er nun seit dem zweiten Weltcupbewerb 2018/19 bzw. seit mehr als drei Jahren. Den Auftaktbewerb damals hatte Seidl gewonnen. Nur eine Sekunde hinter Riiber in die Loipe gestartet, hatte er diesmal gegen diesen aber keine Chance.

Der 28-jährige ÖSV-Athlet hatte in der vergangenen Woche einen grippalen Infekt, von daher stimmte ihm seine Leistung positiv. "Es war extrem hart für mich. Ich habe nicht gewusst, was der Körper macht. Es war von Anfang an extrem schnell, Jarl hat ein brutales Tempo angerissen. Natürlich habe ich probiert, mitzugehen. Aber ich habe gemerkt, dass mir das zu schnell ist. Ich habe am Schluss um das Stockerl noch mitkämpfen können. Es ist sich nicht ganz ausgegangen, aber ich bin zufrieden."

Greiderer sprach für sich von einem soliden Wettkampf. "Ich bin gut reingestartet in die Saison. Läuferisch ist sicher noch Luft nach oben. Es war ein guter Durchputzer für die zwei Zehner." Denn die restlichen beiden Ruka-Bewerbe gehen am Wochenende über 10-km-Langläufe. Franz-Josef Rehrl wurde als viertbester Österreicher 20. (+2:01,2), für den Steirer bei seinem Comeback nach dem im Dezember erlittenen Kreuzbandriss wohl ein durchaus zufriedenstellendes Comeback.

Das Podest hatte übrigens das gleiche Aussehen wie beim vorjährigen Auftakt, damals war Lamparter nur eine Sekunde hinter Riiber gelandet. Für so einen knappen Ausgang fehlte es diesmal auf der Schanze, den provisorischen Wertungsdurchgang am Freitag hatte der Tiroler gewonnen. Riiber hatte dafür im Wettkampf seinen besseren Versuch. "Ich hatte einen soliden Sprung", meinte der Skandinavier. "Und ich habe gemerkt, dass auch mein Niveau in der Loipe dort ist, wo es sein sollte."

Quelle: Agenturen