APA - Austria Presse Agentur

Stadlober will Phalanx der Podest-Abonnentinnen brechen

05. März 2021 · Lesedauer 3 min

Die Norwegerin Therese Johaug vor den Schwedinnen Frida Karlsson und Ebba Andersson - diesen Ausgang nahmen die beiden bisherigen Frauen-Distanzrennen der Langläuferinnen bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Oberstdorf. Teresa Stadlober möchte freilich nach den Plätzen vier im Skiathlon und neun über 10 km Skating über 30 km klassisch mit Massenstart am Samstag (12.30 Uhr, live ORF 1) in diese Phalanx stoßen und ihre erste Medaille bei einem Großereignis holen.

"Für das arbeite ich im Sommer und die ganzen Jahre schon", sagte die Salzburgerin auf Nachfrage der APA - Austria Presse Agentur. "Ich habe das Ziel, auch mal auf dem Podium zu sein." Den Status als beste Mitteleuropäerin in beiden Rennen nimmt so noch immer gerne mit, Stadlobers Anspruch ist aber mittlerweile ein größerer. Sie weiß allerdings um die Schwere der Aufgabe: "De ersten drei sind bisher in einer eigenen Liga gelaufen in den Distanzrennen. Mal schauen, was diesmal möglich ist."

Die nun 13-fache Weltmeisterin Johaug bewegte sich in beiden Konkurrenzen noch eine Stufe über Karlsson und Andersson, gewann jeweils überlegen. Angesichts der schwierigen Strecke - Stadlober: "Ich weiß nicht, ob ich so eine schwere Strecke auf einem 30er schon gelaufen bin." - rechnet die Radstädterin nicht, dass Johaug voll wegstarten wird. Für sie selbst gelte, in der Spitzengruppe zu bleiben. "Die Schwedinnen wären schon welche, die mir das Tempo machen könnten."

Sie wolle eine etwaige Attacke auf jeden Fall mitgehen, sofern sie sich gut fühle. "Wenn ich merke, die wollen wegreißen, und ich habe die Kraft, dass ich mitgehe, dann gehe ich auf alle Fälle mit." Situationsbezogen werde sie es mit dem erlaubten Skiwechsel halten. "Wenn ich merke, ich komme locker mit, ich habe einen guten Speed und Grip, laufe ich sicher noch eine Runde länger. Tendenziell werde eher mit der Gruppe gewechselt, wobei ein Wechsel im Training kaum simuliert werden könne.

Klar sei, dass für einen erneuten Spitzenplatz oder gar eine Medaille alles zusammenpassen müsse. Viele ihrer Konkurrentinnen hätten auch noch die Staffel in den Beinen. Punkto Schwierigkeit der Strecke und Form sollte es passen, im Klassik-Stil fühle sie sich wohl. "Das Material und die Schneeverhältnisse werden sicher auch ein großes Thema sein." Nach ausgiebigem Regen und Schneeregen am (heutigen) Freitag ist für die Rennzeit niederschlagsfrei mit diesmal nur wenigen Plusgraden prognostiziert.

In ihrem bisher letzten 30-km-Rennen ist Stadlober am 7. März 2020 und damit fast exakt vor einem Jahr im letzten Saisonrennen in Oslo 15. geworden, zwei Jahre davor war sie da im freien Stil Neunte gewesen. Bei Weltmeisterschaften ist die 28-Jährige 2017 und 2019 jeweils im Skating Achte geworden, bei Olympia 2018 nach ihrem aufsehenerregenden Streckenwahlfehler in der klassischen Technik Neunte. Am Freitag absolvierte sie im Stadion ein Training in etwa zur Rennzeit, danach ging es zum Relaxen und angesichts des langen Rennens ans Auffüllen der Speicher.

Quelle: Agenturen