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Spiel gegen St. Pölten für WSG Tirol richtungsweisend

Mai 14, 2020 · Lesedauer 3 min

Auch die WSG Tirol startet wie die meisten Fußball-Bundesligisten am Freitag ins Mannschaftstraining. Die Wattener wollen die verbleibenden zweieinhalb Wochen bis zum ersten Spiel am 2. Juni zum Start der Qualifikationsgruppe zu Hause gegen Schlusslicht St. Pölten bestmöglich nutzen. Denn diese Auftaktpartie ist im Kampf um den Klassenerhalt bereits richtungsweisend.

"Der erste Spieltag hat es schon in sich. Wir können mit einem Sieg Tabellenführer und mit einer Niederlage Tabellenletzter sein", erklärte Trainer Thomas Silberberger am Donnerstag bei einer Videopressekonferenz in Wattens. "Es wird in diesen zehn Runden in nur fünf Wochen massiv der Druck vorhanden sein. Deshalb bin ich froh, dass ich eine routinierte Mannschaft habe. Denn routinierte Spieler wie ein Stefan Maierhofer funktionieren auf Knopfdruck."

Die Tiroler stehen aktuell auf Platz vier in der Qualifikationsgruppe, aus der das Schlusslicht absteigen muss, sofern die 2. Liga zu Ende gespielt werden kann. Drei Punkte fehlen der WSG auf die Wiener Austria, die nach der Ligen- und Punkteteilung an der Spitze der unteren Hälfte steht, der Vorsprung auf St. Pölten beträgt jedoch nur einen Zähler.

"Die Quali-Runde ist mörderisch, wir müssen höllisch aufpassen und sehr, sehr viel richtig machen, um unser Ziel, den Klassenerhalt, zu erreichen", betonte Silberberger. Dieser würde auch bei einem Abbruch der 2. Liga feststehen. "Ich will aber am Ende auf keinen Fall Platz zwölf haben, mit einem Stern versehen aufgrund der Coronakrise nicht abgestiegen", versicherte der WSG-Coach.

Um für den Wiederanpfiff optimal gerüstet zu sein, bestreiten die Tiroler ihr einzig erlaubtes Testspiel in der Vorbereitung am Freitag in einer Woche (22. Mai) auswärts gegen den Cup-Finalisten und Titelverteidiger Red Bull Salzburg. "Das ist ein überragender Gegner, den man so nicht in der Quali-Gruppe finden wird", weiß Silberberger.

Laut dem 46-Jährigen hat das bisher erlaubte Kleingruppentraining "sehr viel gebracht. Im körperlichen Bereich haben wir stark zugelegt, jetzt gilt es die stärkste Formation zu finden und spielerisch in die Spur zu kommen. Dafür haben wir nur zweieinhalb Wochen Zeit, und dann kommt es knüppeldick. Da sind wir dann fünf Wochen lang nur noch am Platz mit Regeneration, Abschlusstraining und Spiel."

Maierhofer ist mit seinen 37 Jahren der Routinier im Team und hat keine Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. "Also wenn die anderen Vereine das genauso professionell umsetzen wie wir nach dem Präventionskatalog, dann mache ich mir keine Sorgen", meinte der Stürmer, der schon soviel erlebt hat in seiner Karriere - auch verletzungsmäßig vom Jochbein- bis zum Mittelfußknochenbruch. "Da glaube ich nicht, dass mich Covid-19 umhauen wird."

Ein Vorteil könnte für den Aufsteiger auch sein, dass er es gewohnt ist, vor wenig Publikum zu spielen. "Wir haben generell weniger Probleme mit Geisterspielen", meinte Silberberger. "Beim ersten Heimspiel in diesem Jahr gegen den WAC waren nur 700 Leute im Stadion. Ich glaube, dass es Vereine mit wenig Zuschauern wie wir, Mattersburg, St. Pölten oder die Admira leichter haben als Austria Wien."

Quelle: Agenturen