APA/ERWIN SCHERIAU

Souveräner 3:0-Sieg von Sturm Graz im Steirer-Derby

27. Feb. 2022 · Lesedauer 4 min

Im Steirer-Derby hat Sturm Graz am Samstag in der 21. Runde der Fußball-Bundesliga gegen den TSV Hartberg mit 3:0 (0:0) klar die Oberhand behalten. Die Grazer siegten gegen schwache Hartberger dank drei Treffern in der zweiten Halbzeit von Stefan Hierländer (56.), Gregory Wüthrich (75.) und Rasmus Hjölund (89.) und zogen am WAC vorbei auf den zweiten Tabellenplatz.

Damit revanchierten sich die Grazer für die 2:3-Niederlage im ersten Saison-Aufeinandertreffen.

Bei den Hausherren rutschte Anderson Niangbo aufgrund einer unklaren Covid-Situation bei Manprit Sarkaria für eben jenen in die Startelf. Aufseiten der Gäste gab es keine Überraschungen, mit Mario Sonnleitner, Christian Klem, Tobias Kainz und Donis Avdijaj standen aber gleich vier Ex-Sturm-Akteure in der Startelf.

Sturm dominant 

Nach einer Anfangsphase in der auf beiden Seiten noch wenig klappte, übernahm Sturm nach etwa zehn Minuten das Kommando. Die erste Chance hatte Wüthrich, sein Flachschuss aus rund 20 Metern verfehlte das Tor knapp. Die Gäste zeigten sich in der ersten Halbzeit gut organisiert und machten es Sturm schwer, Torchancen zu kreieren. Folgerichtig war es auch eine der vielen Standardsituationen, nach der David Affengruber per Kopf eine gute Möglichkeit vorfand (21.).

Sturm tat sich aber weiterhin schwer, um aus dem Spiel heraus zu Chancen zu kommen, Fehlende Geschwindigkeit und Passqualität im letzten Drittel waren unter anderem die Gründe dafür. Die besten Chancen vor der Halbzeit hatte Jakob Jantscher. Zuerst wurde sein Schuss von halbrechts von der Hartberger Abwehr gestoppt (35.), in der Nachspielzeit scheiterte er am gut herauskommenden Rene Swete. Von Hartberg war in der ersten Halbzeit bis auf einen zu schwachen Kopfball von Dario Tadic in der Anfangsphase offensiv nichts zu sehen.

Hjölund trifft erneut 

Nach Wiederanpfiff steigerte sich der Favorit und wurde bald für die Bemühungen belohnt. Alexander Prass überhob die Hartberger Abwehr perfekt, setzte Hierländer ein und der verwandelte seelenruhig vor Swete zum 1:0. Sturm zeigte sich in der zweiten Halbzeit verbessert, fand leichter zu Torchancen und ließ weiterhin keine Gästechancen zu. Für die Vorentscheidung sorgte der starke Wüthrich, der nach einem Jantscher-Freistoß etwas glücklich zum Ball kam und diesen unter die Latte hämmerte.

Von Hartberg war offensiv weiterhin keine wirkliche Gefahr vorhanden, Sturm hatte durch den mit Fortdauer der Partie immer stärker werden Hjölund die nächste gute Chance (81.). Der Däne war es auch, der kurz vor Schluss nach einem Konter nur mehr durch ein Foul von Swete aufzuhalten war. Den fälligen Elfer verwandelte der 19-Jährige souverän zum 3:0-Endstand. Es war bereits sein vierter Treffer im dritten Spiel für Sturm.

Die Stimmen zum Spiel 

Christian Ilzer (Sturm-Trainer): "Endlich wieder eine Ehrenrunde nach einem Spiel, das wir als verdienter und klarer Sieger verlassen haben. Nach der ersten Viertelstunde hatten wir eine klare Dominanz, wenngleich Hartberg uns wenig Räume angeboten hat. Es war aber wichtig, dass wir den Druck sukzessive erhöhen konnten. Als wir dann auf unsere Kurve (Anm. in der zweiten Hälfte) gespielt haben und der TSV Hartberg sehr tief verteidigt hat, haben wir den Druck hoch gehalten und die Tore erzielt. Es war eine solide Leistung, wenn auch nicht alles in höchster Qualität war."

Kurt Russ (Hartberg-Trainer): "Ich war bis zur 60. Minute sehr zufrieden mit der Mannschaft. Wir sind tief gestanden und haben dann versucht umzuschalten, haben aber zu wenige Bälle an den Mann gebracht. Nach dem 0:1 ist alles ein wenig zusammengebrochen und es entstand Unruhe, wenn Sturm auf die zweiten Bälle ging. Nach dem Rückstand sind wir höher gestanden und haben hinten aufgemacht. Nach vorne hin war es von uns einfach zu wenig."

Quelle: Agenturen