APA/APA/BARBARA GINDL/BARBARA GINDL

Skispringerin Eder verpasst in Ljubno Sieg hauchdünn

Heute, 13:29 · Lesedauer 2 min

Lisa Eder hat am Sonntag beim Weltcup der Skispringerinnen in Ljubno erneut hauchdünn ihren ersten Sieg verpasst. Die nach dem ersten Durchgang führende Salzburgerin musste sich nach einem 92-m-Satz von Seriensiegerin Nika Prevc im Finale um nur einen Punkt geschlagen geben. Prevc vor Eder war somit zum vierten Mal in Folge das Endresultat. Für die erst 20-jährige Slowenin war es nach dem Heim-Double ihr schon 31. Weltcupsieg. Dritte wurde die Deutsche Katharina Schmid.

Julia Mühlbacher wurde nach einem 91-m-Sprung mit 82,5 Metern im zweiten Durchgang Elfte. Der Bewerb war von stark wechselnden Windbedingungen geprägt, allein der erste Durchgang dauerte mehr als eine Stunde. Meghann Wadsak holte als 25. wieder Punkte, die ebenfalls qualifizierten Hannah Wiegele und Chiara Kreuzer verpassten das Finale der Top 30.

Prevc überholte damit in der Ewigen-Bestenliste der Weltcupsiegerinnen die Norwegerin Maren Lundby. Auf Allzeitleaderin Sara Takanashi (63 Siege) fehlt ihr allerdings noch viel. Lisa Eder konnte sich nicht wie erhofft erstmals in die Siegerlisten eintragen, sie nahm es aber tapfer. "Es war ein langer Tag, immer wieder Windböen. Als Führende erstmals oben stehen, war nicht grad einfach, aber ich habe im zweiten Sprung einen guten Job gemacht. Ein Punkt ist halt wieder einmal bitter, aber es wird schon irgendwann kommen", sagte die 24-Jährige, die ihren dritten Gesamtrang weiter festigte.

Der Weltcuptross fliegt nun nach Asien, wo zunächst Bewerbe in Zhangjiakou (CHN) und dann in Zao und Sapporo (JPN) auf dem Programm stehen. ÖSV-Cheftrainer Thomas Diethart ist zuversichtlich: "Lisa war ganz knapp dran, wir sind happy. Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Asien, vor allem, was Lisa betrifft. Sie kann Nika ärgern."

Zusammenfassung
  • Lisa Eder wurde beim Weltcup in Ljubno mit nur einem Punkt Rückstand Zweite hinter der Slowenin Nika Prevc, die mit einem 92-m-Sprung ihren 31. Weltcupsieg feierte.
  • Der Bewerb war von stark wechselnden Windbedingungen geprägt, was zu einem über einstündigen ersten Durchgang führte und auch andere Österreicherinnen wie Julia Mühlbacher (Platz 11) und Meghann Wadsak (Platz 25) beeinflusste.
  • ÖSV-Cheftrainer Thomas Diethart zeigte sich trotz der knappen Niederlage optimistisch und blickt mit einem guten Gefühl auf die kommenden Weltcup-Bewerbe in Asien.