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Skispringer Kraft holt mit Platz drei in Oslo Raw-Air-Sieg

06. März 2022 · Lesedauer 2 min

Skispringer Stefan Kraft hat die Raw-Air-Serie in überlegener Manier für sich entschieden. Der Salzburger wurde am Sonntag im zweiten Holmenkollen-Springen hinter dem Norweger Daniel Andre Tande und dem Slowenen Anze Lanisek Dritter. Auf seinen 25. Weltcuperfolg fehlten etwas mehr als vier Punkte. Sein mit 35.000 Euro dotierter zweiter Sieg in der Raw Air nach 2017 war über 30 Punkte vor dem Deutschen Karl Geiger eine klare Angelegenheit.

Kraft hatte nach den im Einzel für ihn medaillenlosen Olympischen Spielen in Lahti und beim Auftakt der Norwegen-Tournee in Lillehammer gewonnen. In Oslo wurde er am Samstag Achter, zum Finale der Norwegen-Tournee ließ er seinen siebenten Podestplatz der Saison folgen.

Der 28-Jährige war mit mehr als 15 Punkten Vorsprung in den Raw-Air-Schlusstag gegangen. Dank Platz zwei in der Qualifikation hinter Geiger und dem gleichzeitigen Aussetzer von Weltcupspitzenreiter Ryoyu Kobayashi als 25. verdoppelte sich sein Vorsprung. Da Geiger im Wettkampf als Fünfter wieder hinter Kraft landete, betrug sein Guthaben auf den Deutschen am Ende 30,7 Zähler. Kobayashi lag als Dritter bereits über 40 Punkte zurück.

"Mit so einem Vorsprung zu gewinnen, bedeutet mir sehr viel. Der Gesamtsieg ist schon sehr cool. Dass sich auch noch der dritte Platz ausgegangen ist, das ist doppelt schön. Es waren fünf Megatage in Norwegen, ich habe Riesenfreude, dass es wieder so läuft", erklärte Kraft im ORF-Interview. In seiner aktuellen Topverfassung darf der Weltrekordhalter hoffnungsvoll weiter zur Skiflug-WM nach Vikersund reisen, die am Donnerstag beginnt. "So einen Flow wünscht man sich. Jetzt kann ich es laufen lassen. Schön, wenn man in so guter Form dahin kommt."

Großer Jubel herrschte aber auch im norwegischen Lager, die nach dem Samstag-Erfolg von Olympiasieger Marius Lindvik diesmal Daniel Andre Tande feierten. Der 28-Jährige holte den ersten Sieg nach seinem folgenschweren Sturz beim Skifliegen in Planica im vergangenen März. Wie am Vortag triumphierten die Norweger am geschichtsträchtigen Holmenkollen auf ganzer Linie. Jarl Magnus Riiber gewann in der Kombination, Martin Löwström Nyenget den 50-km-Langlauf.

Im Springen profitierten Tande und auch die anderen Topleute um Kraft vom Rückfall von Kamil Stoch. Der Halbzeitführende aus Polen rasselte auf Platz 15 zurück. Zweitbester Österreicher war Daniel Huber an der neunten Stelle. Ulrich Wohlgenannt fiel vom sechsten Zwischenrang noch an die 13. Stelle zurück.

Quelle: Agenturen