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Skirennläuferin Hütter beendet Saison

09. März 2022 · Lesedauer 3 min

Skirennläuferin Cornelia Hütter wird auf das Weltcupfinale kommende Woche in Courchevel/Meribel verzichten. Die Steirerin war am 27. Februar in der Weltcupabfahrt in Crans-Montana am Zielsprung schwer gestürzt, hatte sich eine Gehirnerschütterung und ein Schleudertrauma zugezogen sowie beide Knie leicht lädiert.

Freilich hätte sie die letzten Rennen gern bestritten, es sei aber gescheiter den Rat der Ärzte zu akzeptieren, sagte sie am Mittwoch in einem Online-Mediengespräch.

Im Alltag komme sie bereits wieder gut zurecht, die erste Woche nach dem Sturz habe sie wegen Geräusch- und Lichtempfindlichkeit aber fast in vollständiger Finsternis verbracht. In beiden Knien zog sie sich ein Knochenmarködem ("bone bruise") zu, das linke habe den Sturz ansonsten aber "tadellos überstanden". Rechts trägt sie zum Ruhigstellen eine Schiene, damit sich das Innenband wieder ans Gelenk anlegen kann, denn dieses habe sich gelöst. Das Ganze hänge mit einer alten Verletzung zusammen. "Da brauche ich nur die nächsten paar Wochen Ruhe geben", erklärte Hütter.

Nach dem Sturz, bei dem sie kurz auch bewusstlos geworden war, habe sie fünfzehn Minuten nicht gewusst, wo sie sei, das habe ihr Angst gemacht. Diese Erinnerung kam zurück, nicht aber jene an den Sturz, weshalb sie sich diesen angeschaut habe - auch um das Kopfkino zu beenden. "Es war ein klarer Fahrfehler, so darf man nicht in die Kurve fahren, wenn danach ein Sprung ist." Der Sturz sei damit für sie abgehakt, versicherte sie, auch weil sie sich nicht mit der stürzenden Person in Verbindung bringt.

Anspruchsvolle Comeback-Saison 

Diese Saison - der Comebackwinter nach einer Reihe von Verletzungen - habe ihr extrem viel Energie geraubt, auch emotional, aber ebenso viel Kraft schöpfte sie für die Zukunft. "Das Skifahren hat irrsinnigen Spaß gemacht, ich habe immer gewusst, dass ich schnell Skifahren und noch was zeigen kann. Ich habe nun den ganzen Sommer, dass ich mich körperlich noch mehr darauf vorbereiten kann. Ich habe hart für den zweiten Teil meiner Karriere gearbeitet." Die 29-Jährige gewann in dieser Saison einen Super-G in Garmisch-Partenkirchen und wurde zweimal Abfahrtdritte.

Hütter wünscht sich, dass nach dem Abgang von Christian Mitter als Frauen-Rennsportleiter Florian Scheiber Gruppentrainer bleibt. "Schade, wenn das System läuft, dass es geändert wird. Es hängen alle Trainer ein bisschen in der Luft. Wir haben eine richtig coole Stimmung in der Speedmannschaft, ich hoffe, dass Flo bleibt."

Quelle: Agenturen