APA - Austria Presse Agentur

Skifahren: Neuer FIS-Präsident gewählt, Schröcksnadel erneut im Council

04. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Der britische Geschäftsmann Johan Eliasch ist der neue Präsident des Internationalen Ski-Verbandes (FIS). Der Noch-ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel wurde erneut in das FIS-Council gewählt.

Der in Schweden geborene und von Großbritannien nominierte 59-jährige Head-Chef wurde am Freitag beim corona-bedingt online durchgeführten 52. Kongress des Internationalen Skiverbandes (FIS) unter vier Kandidaten im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit gewählt. Er folgt Gian Franco Kasper nach, der Schweizer war 23 Jahre im Amt.

Eliasch erhielt von 119 Stimmen 65 und damit rund 54 Prozent. Es folgten Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann mit 26 Stimmen, die britische Ex-FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis mit 15 und der aktuelle FIS-Vizepräsident und NOK-Präsident Mats Arjes aus Schweden mit 13 Stimmen. Eine weitere Stichwahl war damit nicht mehr nötig. Eliasch ist der fünfte FIS-Präsident, vor Kasper waren es der Schwede Ivar Holmquist, der Norweger Nicolai Ramm Östgaard und der Schweizer Marc Hodler (1951 bis 1998).

Amtszeit bis 2022

Kasper nahm nicht am Kongress teil. Der 77-Jährige hatte zu Beginn des Meetings per vorgelesener Nachricht mitteilen lassen, dass er am Wochenende wegen Atemproblemen in Krankenhaus-Behandlung gekommen war und erst am Donnerstag aus der Intensivbehandlung auf die Herzstation entlassen worden sei. Es würden nun weitere Tests durchgeführt. Kasper dankte für 46 Jahre großartige Zusammenarbeit und herausragende Freundschaft. Die Amtszeit von Eliasch dauert vorerst bis 2022.

Schröcksnadel erneut gewählt

Der Tiroler Peter Schröcksnadel ist am Freitag erneut ins das 16-köpfige Council des Internationalen Skiverbandes (FIS) gewählt worden. Der 79-Jährige wurde mit 116 gültigen Stimmen mit 109 Zustimmungen ex aequo auf Rang sechs gereiht. Schröcksnadel wird seine ÖSV-Präsidentschaft in rund zwei Wochen bei der Länderkonferenz in Villach beenden.

Ebenso ins Council gewählt wurden u.a. die zuletzt in der Wahl um die FIS-Präsidentschaft unterlegenen Urs Lehmann aus der Schweiz und Mats Arjes aus Schweden wie auch der französische Ex-Weltmeister Michel Vion. Nur auf Platz 17 landete und damit nicht zum Zug kam der ehemalige "Crazy Canuck" Ken Read.

Quelle: Agenturen