Ski: Neuer FIS-Präsident plant revolutionäre Änderungen

05. Apr. 2022 · Lesedauer 2 min

Riesentorläufe mit nur mehr einem Durchgang? Keine Super-Gs mehr? Ein komplett neuer Terminkalender? Der neue FIS-Präsident, Johann Eliasch, lässt mit einigen radikal neuen Ideen aufhorchen.

Kaum ist die Ski-Saison 2021/22 vorbei, wird schon gespannt auf den kommenden Weltcup-Winter geblickt. In diesem könnte es nämlich zu einer Revolution im Weltcup kommen. FIS-Präsident Johan Eliasch ist seit seinem Amtsantritt fest entschlossen, den Skisport umzukrempeln und zukunftstauglich zu machen.

An Ideen mangelt es dem schwedisch-britischen Milliardär nicht, einige davon könnten bereits in der kommenden Saison umgesetzt werden. Laut dem Schweizer TV-Sender "SRF" werden etwa die Kerndisziplinen infrage gestellt. Eliasch soll sich unter anderem für nur noch einen Durchgang im Riesentorlauf stark machen. Kürzere Rennen sollen die Attraktivität fürs Fernsehen erhöhen. Der Super-G ist schön länger Teil der Diskussionen und könnte vor dem Aus stehen. Auch Speed-Rennen bei Nacht sollen ein Thema sein.

Mehr Rennen in Asien?

Mit Spannung erwartet wird auch der erste, provisorische Entwurf des Weltcup-Kalenders für die Saison 2022/23, der in den kommenden Tagen veröffentlicht werden soll. Fest steht bislang nur, dass der Auftakt traditionell Ende Oktober in Sölden stattfinden soll. Danach folgt die Premiere der Mega-Abfahrt am Matterhorn. Der Rest ist weitestgehend offen.

Der 60-jährige Eliasch drängt vor allem auf den asiatischen Markt, um den Skisport dort populärer zu machen. Gut möglich also, dass der Weltcup im kommenden Winter auf die Olympia-Strecken in Peking zurückkehrt. Bei vielen nationalen Verbänden stößt das allerdings auf wenig Gegenliebe. Rennveranstalter beklagen fehlende Planungssicherheit. Walter Reusser, Alpin-Direktor von Swiss-Ski, bezeichnet die möglichen Änderungen im SRF sogar als "Operation am offenen Herzen".

Hinweis: Dieser Artikel ist zuerst auf laola1.at erschienen 

Quelle: Redaktion / Laola1.at