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Schmidt hofft bei Altach-Debüt auf "Dreier" gegen WSG

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Im Spiel eins nach Miroslav Klose hofft "Mr. Klassenerhalt" Klaus Schmidt mit dem SCR Altach auf einen erfolgreichen Start in die Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga. Der neue Trainer kehrte nach Vorarlberg zurück, um beim Tabellenletzten des Grunddurchgangs den Turnaround einzuleiten. Als erste Hürde wartet am Samstag die knapp an der Meistergruppe vorbeigeschrammte WSG Tirol. Im zweiten Spiel ist die SV Ried zu Gast beim Wolfsberger AC. Anpfiff jeweils um 17.00 Uhr.

"Es wäre fein, wenn wir einen Dreier schreiben und diese unglückliche Serie beenden können", sagte Schmidt und sprach die Sieglos-Serie seit Ende Oktober an. In den vergangenen neun Ligaspielen holten die Altacher nur drei Punkte. Schmidt war bereits in der Saison 2017/18 als Altach-Cheftrainer tätig und wurde damals Achter in der 10er-Liga. In den Jahren darauf gelang ihm mit Mattersburg, der Admira und Hartberg der Klassenerhalt. "Es scheint so, als müsste ich immer dabei sein bei dieser Messerstecherei", hatte der Steirer bei seiner Vorstellung gesagt.

Nun folgt der 55-Jährige dem deutschen Ex-Weltmeister Klose nach, der bei den Altachern nie wirklich in Schwung kam und dem auch ein 1:1 bei Meister Salzburg zum Abschluss des Grunddurchgangs nicht den Job rettete. "Wir sind auf 98 Grad und morgen auf 100", versicherte Schmidt, der allerdings auf den gesperrten Stürmer Atdhe Nuhiu verzichten muss, am Freitag. Gegen die WSG will der neue Altach-Coach vor allem einen Umstand ausnutzen. "Es ist ein Vorteil, dass die gegnerische Mannschaft nicht so vorbereitet ist. Diesen Vorteil möchte ich ausspielen."

Die WSG verpasste hingegen mit einer Niederlage gegen Vizemeister Sturm den Sprung in die Meistergruppe. Die Mannschaft von Trainer Thomas Silberberger startet als Tabellenführer in die Qualifikationsrunde und will sich direkt vom Tabellenende absetzen. Der WSG-Trainer will unbedingt Zählbares aus dem Ländle mitnehmen, auch wenn es kein Sieg sein muss. "Wenn wir Altach ungeschlagen verlassen, ist alles gut. Mit einem Punkt können wir leben", sagte Silberberger. Glaubt man der Statistik, dann ist zumindest kein Torfestival zu erwarten, ein Unentschieden sehr gut möglich. Denn die ersten beiden Duelle in dieser Saison endeten jeweils 0:0.

Der WAC und Ried treffen 13 Tage nach dem 0:0 zum Abschluss des Grunddurchgangs erneut aufeinander. Geändert hat sich der Vorsprung des WAC (ein Punkt), das Heimrecht - und die Vorbereitungszeit auf die Partie, welche die jüngst als Saisonretter auserkorenen Trainer Manfred Schmid und Maximilian Senft zur Verfügung hatten. Das Head-to-Head beider Clubs könnte ausgeglichener kaum sein. In 26 Duellen siegten beide Teams je neunmal, achtmal endete die Partie unentschieden. Die Tordifferenz lautet 32:32.

Laut Schmid konnte die Länderspielpause gut genützt werden. "Wir sind sicher zwei Schritte nach vorne gekommen, haben uns taktisch verbessert und sind präziser geworden", berichtete der frühere Austria-Coach. Im Spiel nach vorne müsse man aber "noch konkreter" werden, forderte Schmid, der in der Abwehr wohl wieder auf Dominik Baumgartner zurückgreifen kann. Noch kein Thema ist der zuletzt von einer Wadenblessur gestoppte Mario Leitgeb. Der WAC, zuletzt regelmäßiger Europacup-Starter, muss erstmals in der Qualifikationsgruppe antreten, der Vorsprung auf den Abstiegsplatz beträgt nur zwei Punkte. "Wir nehmen die Situation sehr ernst", betonte Schmid.

Einen Zähler weniger als die Wolfsberger hat der Vorletzte Ried auf dem Konto. Neben der prekären Lage in der Tabelle muss sich Trainer Maximilian Senft auch mit Personalproblemen herumschlagen - abgesehen von prominenten Langzeitverletzten wie Stefan Nutz oder Marcel Ziegl waren zuletzt auch einige Akteure erkrankt und sind fraglich, dazu zählt etwa Christoph Monschein. Trotzdem versprach Senft, dass sich sein Team nicht verbarrikadieren werde. "Wir werden unsere Jungs so einsetzen, dass wir unsere Offensivqualitäten in Tore ummünzen können".

ribbon Zusammenfassung
  • Im Spiel eins nach Miroslav Klose hofft "Mr. Klassenerhalt" Klaus Schmidt mit dem SCR Altach auf einen erfolgreichen Start in die Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga.
  • Der neue Trainer kehrte nach Vorarlberg zurück, um beim Tabellenletzten des Grunddurchgangs den Turnaround einzuleiten.
  • Als erste Hürde wartet am Samstag die knapp an der Meistergruppe vorbeigeschrammte WSG Tirol.
  • Im zweiten Spiel ist die SV Ried zu Gast beim Wolfsberger AC.