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Schlusslicht BW Linz nach 0:2 noch 3:2-Sieger gegen Ried

Heute, 18:08 · Lesedauer 2 min

Schlusslicht Blau-Weiß Linz hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga ein kräftiges Lebenszeichen gegeben. Die Linzer lagen am Samstag in einem packenden Oberösterreich-Derby zu Hause gegen SV Ried früh 0:2 zurück, schafften aber in Überzahl die Wende und gewannen verdient mit 3:2. Acht Runden vor Schluss verkürzte Blau-Weiß in der Qualifikationsgruppe den Rückstand auf den neuen Vorletzten WAC damit auf vier Punkte.

Peter Kiedl brachte die Rieder mit einem Doppelpack (3./Elfmeter, 18.) 2:0 in Führung. Nach dem Ausschluss von Rieds Mittelfeldspieler Nicolas Bajlicz (30.) kämpfte sich die Mannschaft von Trainer Michael Köllner aber zurück. Alexander Briedl (54.), Simon Seidl (64.) und Ronivaldo (83./Elfmeter) schossen die Blau-Weißen noch zum zweiten Sieg seit Anfang Oktober.

Drei Tage nach dem 120-minütigen, erfolglosen Cupfight gegen den LASK mit einem "Saisonrekord bei den Sprintmetern", wie Maximilian Senft offenbarte, baute der Rieder Trainer seine Mannschaft kräftig um. Senft brachte sechs neue Spieler, darunter mit Dominik Kirnbauer und den 18-jährigen Jussef Nasrawe und Joris Boguo drei Startelf-Debütanten, und setzte in Mittelfeld und Angriff auf einen einzigen Spieler über 22 Jahre.

Das Rieder Spiel funktionierte zunächst trotzdem, bereits in der dritten Minute durften die Gäste über die Führung jubeln. Nico Maier traf bei einem Klärungsversuch im Strafraum nur Jonas Mayer, den Elfmeter verwertete Kiedl sicher. Mit dem zweiten Torschuss erhöhte der Leihspieler von Sturm Graz nach einer Hereingabe von Fabian Rossdorfer auf 2:0.

Shon Weissman schoss in aussichtsreicher Position drüber (29.), eine Minute später schienen die Heimischen eine noch größere Chance auf den Anschlusstreffer zu haben. Nach einem Schubser von Bajlicz gegen Briedl entschied Schiedsrichter Christian-Petru Chiochirca auf Rot für den Rieder Mittelfeldspieler und Elfmeter. Der VAR-Check zeigte das Foul allerdings knapp außerhalb des Strafraums, statt Elfer gab es Freistoß, der nichts einbrachte.

Sturmlauf brachte drei Punkte

Vor vollem Haus und in Überzahl starteten die Linzer nach der Pause aber einen Sturmlauf, der auch belohnt wurde. Briedl zog aus 18 Metern ab und traf ins kurze Eck, Seidl staubte nach einem Lattenkopfball von Alem Pasic zum Ausgleich ab. Die Blau-Weißen setzten nach, im Rieder Strafraum herrschte mehrmals Hochbetrieb. Nach einem Foul von Mayer an Thomas Goiginger sorgte Ronivaldo per Elfmeter schließlich für den umjubelten Siegestreffer.

Zusammenfassung
  • Blau-Weiß Linz hat das Oberösterreich-Derby nach frühem 0:2-Rückstand in Überzahl mit 3:2 gegen SV Ried gewonnen.
  • Rieds Peter Kiedl erzielte beide Tore für die Gäste (3. Minute per Elfmeter, 18. Minute), ehe nach einer Roten Karte für Bajlicz (30.) die Linzer durch Treffer von Briedl (54.), Seidl (64.) und Ronivaldo (83., Elfmeter) das Spiel drehten.
  • Mit diesem zweiten Saisonsieg seit Oktober verkürzt Blau-Weiß Linz den Rückstand auf den Vorletzten WAC in der Qualifikationsgruppe auf vier Punkte.