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Schlager LASK gegen Sturm beendet Bundesliga-Jahr

12. Nov. 2022 · Lesedauer 4 min

Mit der Partie des Dritten der Fußball-Bundesliga-Tabelle, LASK, gegen den Zweiten Sturm Graz beschließt am Sonntag (17.00 Uhr) ein echter Schlagerspiel das Bundesliga-Jahr. Bereits um 14.30 Uhr gastiert der als Winterkönig feststehende und personalgeschwächte Tabellenführer Red Bull Salzburg bei Austria Klagenfurt. Zeitgleich empfängt die Wiener Austria den WAC.

Nur der LASK hat Sturm Graz in der Liga bisher bezwungen - am 20. August feierten die Linzer einen 1:0-Sieg in Graz. Seine damalige Tabellenführung ist der LASK zehn Runden später längst los, doch das Kräftemessen steht unverändert als tabellarisches Spitzenspiel am Programm. "Das sind immer diese Spiele, auf die man sich die ganze Woche drauf freut", sagte LASK-Goalie Alexander Schlager.

Die ausverkaufte Partie ist zugleich der letzte Ligaauftritt des LASK in Pasching, ehe im Frühjahr die neue Arena in Linz bezogen wird. "Es waren bis jetzt sehr schöne Erinnerungen. Ich hoffe, dass am Sonntag die nächste schöne Erinnerung dazukommt", verdeutlichte Schlager das Ziel vor der gut dreimonatigen Pause.

Auch Dietmar Kühbauer ist auf Sieg gepolt. Die Gegner-Analyse fiel dem Burgenländer offenbar nicht schwer. Jeder kenne den "Ilzer-Style", so Kühbauer: "Sie arbeiten extrem gegen den Ball. Sie wollen den Gegner sehr schnell unter Druck setzen, vertikal spielen und schnell zu Abschlüssen kommen." Kleines Vorausschau-Fazit: "Es ist kein überraschendes Spiel, aber trotzdem ein schwieriges Spiel."

Für Meister Salzburg geht ein personalraubender Herbst am Sonntag in Klagenfurt zu Ende. Die Winterkrone bereits aufgesetzt, will der dezimierte Tabellenführer gegen Austria Klagenfurt ein letztes Mal Kräfte mobilisieren und gleichsam ein Deja-vu von 2021 vermeiden: Im Spätherbst des Vorjahres ging die Mannschaft von Matthias Jaissle am Wörthersee mit 1:2 baden. Die fünftplatzierten Kärntner könnten erneut überraschend in der oberen Tabellenhälfte überwintern.

"Jetzt heißt es, noch einmal die Kräfte zu bündeln und alles rauszuhauen, was noch im Tank ist", umriss Jaissle die Ausgangslage. Sein Team hat die jüngsten sechs Auswärtsspiele gewonnen. Die sonntägliche Aufgabe werde keine einfache sein, betonte Jaissle. "Die Klagenfurter sind stabil unterwegs und ein wirklich sehr unangenehmer Gegner."

Die Ausfallliste der Salzburger ist seit Wochen lang. Nicolas Capaldo (Knie), Fernando (Oberschenkel), Lucas Gourna-Douath (Sprunggelenk), Oumar Solet (Oberschenkel), Samson Tijani (Schien- und Wadenbein), Andreas Ulmer (Wade) und Dijon Kameria (Magen-Darm) sind laut Club-Informationen nicht dabei. Die Einsätze der erkrankten Sekou Koita und Nicolas Seiwald wackelten am Freitag ebenfalls.

Bei Austria Klagenfurt ist die Freude groß, den Jahreswechsel als Kärntens Nummer eins zu erleben. "Wir hängen das nicht zu hoch, aber es ist ein schönes Gefühl, Wolfsberg hinter uns zu sehen. Vor allem für unsere Fans freut es mich sehr, weil sie viele Jahre durchaus neidisch ins Lavanttal blicken mussten", meinte Mittelfeldspieler Christopher Cvetko. Schreibt am Sonntag just der Lokalrivale bei der einen Punkt dahinter lauernden Wiener Austria voll an, würden Cvetko und Co. fix unter den Top sechs überwintern.

Die Wiener Austria hat die Woche vor dem letzten Pflichtspiel des Kalenderjahres hauptsächlich für die Regeneration genutzt. Mit gebündelten Kräften und der neu erlangten Frische wollen die Veilchen im Heimspiel gegen den Wolfsberger AC drei Punkte einfahren und in der Tabelle einen Satz nach oben machen. Die Gäste aus Kärnten kommen nach zuletzt fünf Niederlagen verunsichert nach Wien.

In den vergangenen Spielen merkte man der Austria die schwindenden Kräfte aufgrund der Doppelbelastung sichtbar an. Kadertechnisch schleppten sich die Veilchen durch die Liga, die Beanspruchung für die "fitten" Akteure war extrem hoch. Trainer Manfred Schmid zeigte sich vor dem Duell mit dem WAC dennoch zuversichtlich: "Unsere Spieler sind nicht mehr bei 100 Prozent, aber wir haben die letzte Woche sehr gut regeneriert und werden viel frischer in die Partie gehen. Den letzten Akt vor der Winterpause wollen wir erfolgreich bestreiten."

Der Wolfsberger AC steckt aktuell in einer sportlichen Krise. In den vergangenen fünf Bundesliga-Spielen blieben die Kärntner punktlos. Allerdings war in der letzten Runde gegen Ligakrösus Salzburg zumindest spielerisch eine Steigerung erkennbar. "Ich habe gegen Salzburg einige gute Ansätze erkannt, diese stimmen mich für das Spiel gegen die Austria zuversichtlich", sagte WAC-Trainer Robin Dutt. Einen Erfolg vor der Winterpause hätte der WAC bitter nötig. Aktuell rangieren die Kärntner auf dem zehnten Tabellenplatz, nur drei Punkte vor Schlusslicht Hartberg.

Quelle: Agenturen