APA - Austria Presse Agentur

Salzburgs Champions-League-Helden bitten Sturm zum Tanz

23. Okt 2021 · Lesedauer 4 min

Tabellenführer Red Bull Salzburg bittet im Kracher der 12. Runde der Fußball-Bundesliga am Sonntag (17.00) seinen ersten Verfolger Sturm Graz zum Tanz. Österreichs Serienmeister ist dabei klarer Favorit und weist bereits acht Zähler Vorsprung auf den Liga-Zweiten auf. Bereits um 14.30 Uhr gastiert die mit einem Sieg in der Europa League angereiste Mannschaft von Rapid in Hartberg. Zeitgleich empfängt der LASK die Gäste vom SCR Altach.

Selten ging zwischen Salzburg und Sturm eines der beiden Teams in vergleichbaren Duellen als so klarer Favorit ins Spiel wie nun die "Bullen": Während Sturm den Europa-League-Strapazen körperlich Tribut zollen muss, ohne sich dafür zu belohnen, ist für Salzburg in der Champions League der historische Aufstieg zum Greifen nah. "Es wartet der nächste Kracher auf uns", meinte Erfolgscoach Matthias Jaissle, seinem Außenverteidiger Rasmus Kristensen taugt das: "Wir haben ein extrem gutes Gefühl und viel Selbstvertrauen. Uns kann nichts besseres passieren als das nächste Topspiel. Wir sind bereit", erklärte der Däne.

Salzburg ist im Kalenderjahr 2021 in Bundesliga-Heimspielen noch ungeschlagen, in den vergangenen 42 Spielen vor eigenem Publikum hat man stets zumindest einmal getroffen. "Wir hoffen, dass dieser Lauf weitergeht", sagte Jaissle. Der letzte "Nuller" zuhause passierte am 10. März 2019 - beim 0:0 gegen Sturm. Das erste Duell der beiden Teams gewann Salzburg zum Saisonauftakt in Graz mit 3:1. Bei Sturm hat das dichte Spielprogramm seit damals Spuren hinterlassen, die Variationsmöglichkeiten werden durch mehrere Ausfälle geringer. "Die Verletzungen nehmen uns die Möglichkeit, zu rotieren. Das kostet Substanz", sagte Trainer Christian Ilzer.

Für Rapid geht es am Sonntag um die Bestätigung des Europa-League-Erfolges. Notwendig dafür ist die Beendigung der schwarzen Auswärtsserie (letzter Liga-Erfolg am 28. April beim 3:2 in Tirol), sonst wird es für die in der Liga weit hinter den Erwartungen spielende Mannschaft von Dietmar Kühbauer schnell wieder unruhig. Der Sechste Hartberg verteidigt einen Punkt Vorsprung und baut sich als selbstbewusster Windstopper auf. "Wir haben gegen Zagreb gesehen, dass es gegen jeden Gegner funktionieren kann. Wir müssen es gegen vermeintlich Kleinere jetzt auch auf den Platz bringen", forderte Rapids Shootingstar Marco Grüll nach dem 2:1-Erfolg gegen Dinamo.

Hartberg-Trainer Kurt Russ hat den grün-weißen Europacupfight mit Argusaugen verfolgt. "So eine Intensität wie gegen Dinamo haben sie in dieser Saison noch nicht auf den Platz gebracht." Der Steirer lobte eine starke Rapid-Leistung, sagte am Freitag aber auch: "In unserer Liga stehen viele Mannschaften gegen Rapid sehr kompakt und machen nicht so viele Fehler wie Zagreb gestern im Spielaufbau." Die Liga-Bilanz zwischen den beiden Clubs ist mit jeweils vier Siegen und drei Remis ausgeglichen.

Der LASK ist indes in der Conference League nach dem 3:0 in Armenien zwar auf Aufstiegskurs, in der Liga machen sich die Athletiker mit ihren Leistungsschwankungen das Leben aber selbst schwer. Gegen Altach droht sogar der Rückfall auf den letzten Platz, umgekehrt könnte der LASK mit einem Sieg in die obere Tabellenhälfte kommen. Fünf Punkte ist der aktuelle Zehnte nach zwei Niederlagen en suite gegen Salzburg und den WAC von Platz drei entfernt, auf Schlusslicht WSG Tirol hat man nur einen Zähler Vorsprung. Dazwischen liegen die mit dem LASK punktegleichen Altacher.

Trainer Andreas Wieland hat an seine Truppe vor allem einen Wunsch: "Mutiger, effizienter, konsequenter - das sind die Schlagworte, die bereits in den letzten Wochen unser Ziel waren und es auch gegen Altach sein werden. Ich will von der Mannschaft über 90 Minuten eine durchgängig gute Leistung sehen. Nach dem Spiel will ich sagen können, dass das Ergebnis der Leistung entsprochen hat." Altach erhofft sich nach dem jüngsten 1:1 gegen Salzburg einmal mehr Zählbares. "Wir waren gegen Red Bull sehr präsent. Darauf wollen wir aufbauen", meinte Trainer Damir Canadi.

Quelle: Agenturen