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Salzburg verteidigt bei Austria Platz eins - Sturm gegen WAC

15. Okt. 2022 · Lesedauer 4 min

RB Salzburg ist beim violetten Lieblingsgegner aus Wien auf drei Zähler aus. Eine Woche vor dem Schlager gegen Verfolger Sturm gastiert der Serienmeister am Sonntag (17.00) bei der Austria mit dem klaren Ziel, die Spitzenposition vor dem Duell mit den Steirern nicht abzugeben. Die "Veilchen" treffen mit einer miserablen Bilanz auf den Tabellenführer, sie kündigten wieder einmal Gegenwehr an. Bereits ab 14.30 Uhr ist Sturm gegen WAC im Einsatz und Altach empfängt Hartberg.

Salzburg hat sich in den vergangenen Jahren statistisch gesehen als Schrecken der Austria etabliert. 13 Spiele - zwölf Siege bei einem Remis - ist der Serienmeister gegen die Favoritner ungeschlagen. Diese waren in ihren Heimspielen aber oft nahe dran an Zählbarem. Matthias Jaissle warnte deshalb. "Das wird wieder ein hartes Stück Arbeit, denn die Austria war in der Liga zuletzt sehr gut und konstant unterwegs", betonte Salzburgs Trainer. Der Deutsche erinnerte daran, dass der Gegner nur eine Niederlage (0:3 gegen Sturm) in den vergangenen acht Runden erlitten habe.

Die Austria kommt im Oktober kaum zum Durchschnaufen. Der Kader der Wiener erlaubt derzeit aber wenig Rotation. Lukas Mühl und Marvin Martins drohen in der Abwehr weiter auszufallen, zu den Langzeitverletzten gesellte sich Muharem Huskovic, der nach seinem schweren Autounfall auf dem Weg der Besserung ist. "Wir haben eine angespannte Kadersituation mit Huskovic on top. Aber wir haben es immer geschafft, eine gute Mannschaft auf den Platz zu bringen", meinte Manfred Schmid. "Salzburg ist klarer Favorit. Aber wir haben es immer geschafft, sie zu ärgern, besonders bei Heimspielen. Wir wollen einen richtigen Fight abliefern", sagte Schmid.

Vier Ligasiege in Folge, in der Europa League ein 2:2 bei Lazio Rom - Sturm Graz erwartet den Wolfsberger AC am Sonntag mit viel Selbstvertrauen. Zwei Punkte fehlen den zweitplatzierten Steirern auf Leader Salzburg, ein neuerlicher "Dreier" könnte Stefan Hierländer und Co. sogar an die Spitze bringen. Der WAC muss sich nach dem Rückschlag gegen Ried hingegen wieder erholen. So schön der Punktgewinn in Rom für Sturm auch war, die Partie nagte an den Kräften. "Es war ein extrem intensives Spiel, weil dich eine Mannschaft wie Lazio selbst in Unterzahl fordert - im Kopf wie physisch", gab Trainer Christian Ilzer zu bedenken.

Der Steirer wird seine Truppe wohl etwas rotieren, Verteidiger Gregory Wüthrich war nach seinem Fall auf die Schulter zumindest am Freitag fraglich. Der Doppeltorschütze von Rom, der 19-jährige William Böving, könnte diesmal nicht in einer Jokerrolle, sondern wieder von Beginn an auflaufen. Das würde wohl auch seinen gleichaltrigen dänischen Landsmann Rasmus Höjlund freuen. Der im August von Sturm zu Atalanta Bergamo gewechselte ehemalige Clubkollege bei Kopenhagen hat Böving zufolge sein Kommen angekündigt. Ins Auge sticht die schwarze Heimserie von Sturm gegen den WAC. In den jüngsten sieben Partien in Graz - stets in der Liga - kassierten die Hausherren jedes Mal eine Niederlage.

1:2 unterlagen die Wolfsberger zuletzt zuhause Schlusslicht Ried, nur optisch hatte man dabei mehr vom Spiel. Im letzten Drittel des Spielfelds herrschte vor allem Ideen- und Harmlosigkeit. "Das Überraschende war, dass wir in den fünf Spielen davor jedes Mal drei Tore erzielt haben, gegen Ried aber so gut wie keinen Torschuss hatten", meinte Trainer Robin Dutt. "Aber es kann halt nicht immer alles kommen. Die Leistungsspanne zwischen Letztem und Zweitem ist relativ eng, und wenn die Tagesform nicht stimmt, dann verliert der WAC gegen Ried oder der LASK gegen Hartberg."

Der SCR Altach will sich vom jüngsten Rückschlag auf dem Weg nach oben nicht irritieren lassen. Die Vorarlberger zeigten in der Vorwoche gegen Meister Salzburg eine starke Vorstellung, Zählbares kam jedoch nicht heraus. Mit Ried und Hartberg überraschten derweilen direkte Konkurrenten im unteren Tabellendrittel. Am Sonntag gastieren die Hartberger im "Ländle". Die Oststeirer reisen mit einem 3:0 beim LASK und herausragender direkter Bilanz gegen Altach im Gepäck an. Hartberg verlor in der Bundesliga nur eines der vergangenen elf Duelle, sechsmal siegte der TSV dabei. Im heimischen Schnabelholz ist Altach aktuell fünf Partien (eine Niederlage, vier Unentschieden) gegen Hartberg sieglos.

Klaus Schmidt gibt auf solche Statistiken nicht viel. Immerhin: Auch zum LASK reiste das Team des Hartberg-Trainers als Angstgegner der Linzer und wurde dem Ruf gerecht. Die Vorstellung in der zweiten Hälfte will Schmidt nach Altach übertragen. In Altach sah Miroslav Klose einen gänzlich anderen Gegner als beim 1:2 in Hartberg zum Liga-Start. "System, Spielphilosophie mit und gegen den Ball haben sich geändert. Nichtsdestotrotz spielen wir zu Hause und wollen gewinnen", sagte der Deutsche. Klose vermisste bei seinem Team noch eine gewisse Leichtigkeit. "Die müssen wir uns erarbeiten. Wir wollen es in der Rückrunde besser machen."

Quelle: Agenturen