APA - Austria Presse Agentur

Salzburg komplettiert ICE-Halbfinale - Nun gegen KAC

23. März 2021 · Lesedauer 3 min

Die Salzburger haben es geschafft, einen 0:2-Rückstand in der "best of seven"-Viertelfinal-Serie der ICE Eishockey-Liga in ein 4:2 zu verwandeln. Damit stehen die Halbfinali fest. Der EC Red Bull Salzburg trifft nach dem 3:0 (1:0,1:0,1:0) am Dienstagabend bei den Dornbirn Bulldogs ab Sonntag auf den KAC. Das zweite Semifinale bestreiten HCB Südtirol und die Vienna Capitals. Damit stehen die ersten vier Teams nach der Zwischenrunde im Halbfinale.

Die Finalisten stehen dann ebenfalls erst nach vier Siegen fest. Die Salzburger qualifizierten sich zum achten Mal en suite für das Halbfinale, Dornbirn hätte es erstmals überhaupt schaffen können. Allerdings sind sie nun zum dritten Mal in einem Viertelfinale nach 2:0-Führung in der Serie noch mit 2:4 ausgeschieden.

Das erste Drittel verlief wie eigentlich ein Großteil des Spiels ausgeglichen, aber die Salzburger waren eben in jedem Spielabschnitt um einen Deut besser. Es dauerte bis kurz vor der ersten Pause, ehe auf dem Eis erstmals gejubelt wurde: Florian Baltram fälschte in der 19. Minute, knapp vor Ablauf einer Strafe der Hausherren, einen Schuss von Derek Joslin zur Führung ab. Nach nahezu doppelt so langer Spielzeit war es abermals der 23-jährige Baltram, der in der 37. Minute nach einem Konter durch David McIntyre und Peter Hochkofler aus kurzer Distanz traf.

Auch im Schlussdrittel waren Tore Mangelware, nicht zuletzt dank starker Leistungen beider Schlussmänner Jean-Philippe Lamoureux sowie Dornbirn-Goalie Thomas Höneck. Die Vorarlberger kämpften bis zum Schluss verzweifelt, aber vergeblich. Das Risiko wurde letztlich durch den dritten Treffer für die Gäste durch Mario Huber (60.) ins leere Tor auch noch bestraft.

Baltram, der auch schon in den beiden vorangegangenen Partien gegen die Dornbirner getroffen hatte, legte also die Basis zum neuerlichen Halbfinale, das die Salzburger zuletzt 2012 nicht erreicht haben. Den Dornbirnern blieb das erste Halbfinale ihrer Club-Geschichte hingegen verwehrt. Für die Mannschaft aus dem "Ländle" gleich ein doppeltes, böses Deja-vu: Schon 2014 waren sie im Viertelfinale gegen Salzburg 2:0 vorangelegen und hatten noch 2:4 verloren. Das gleiche Missgeschick passierte ihnen 2016 gegen Znojmo.

Baltram resümierte die gedrehte Serie im Sky-Interview mit einer im Vergleich zu den ersten beiden Matches stark verbesserten Defensive. "Wir sind definitiv hinten besser gestanden. In den ersten zwei Spielen haben wir zu viele Chancen zugelassen, Dornbirn hat die ersten beiden Spiele wirklich gut gespielt", sagte der Doppeltorschütze vom Dienstag. Zudem lobte er wie auch seine Teamkollegen die neuerlich starke Leistung von "JP", also Schlussmann Lamoureux. Nun wollen die Bullen endlich wieder einen Titel. "Es ist alles möglich. Wir brennen auf den Titel, es ist schon fünf Jahre her", sagte Baltram.

Dornbirn-Goalie Höneckl blieb trotz starker Leistung ein "bitterer Nachgeschmack, wenn man dann leider ausscheidet". Nach dem guten Start sei es frustrierend für das Team gewesen, wenn man so lang kein Tor schießt. Lamoureux gelang ja das zweite shut-out in Folge. "Salzburg hat auch einen guten Weg gefunden, dass sie unsere gefährlichsten Waffen aus dem Spiel nehmen. Hut ab und viel Glück im Halbfinale", war Höneckl sportlich.

Quelle: Agenturen