APA - Austria Presse Agentur

Salzburg in Hartberg auf Verlängerung der Zu-Null-Serie aus

29. Jan 2021 · Lesedauer 4 min

Fußball-Meister Red Bull Salzburg ist erstmals in der Bundesliga mit zwei Zu-Null-Siegen in ein Kalenderjahr gestartet. Die Salzburger wollen ihre Serie am Samstag beim TSV Hartberg fortsetzen und ihre Tabellenführung behaupten. Im Schlager der 15. Runde trifft der LASK am Sonntag auf Rapid. Zudem spielen am Samstag Altach gegen Sturm Graz und Ried gegen Admira sowie am Sonntag Austria Wien gegen WSG Tirol und SKN St. Pölten gegen den WAC.

Gegen Hartberg feierte Salzburg bereits einige Schützenfeste - unter anderem im Hinspiel im Oktober mit 7:1. Auf die leichte Schulter will der Spitzenreiter den 2021 noch sieglosen Neunten aber am Samstag (17.00 Uhr) nicht nehmen. "Die Hartberger spielen einen frechen, spielerisch guten Fußball und können uns Probleme bereiten, wenn wir nicht mit voller Konzentration bei der Sache sind", meinte Salzburg-Trainer Jesse Marsch. Der TSV hätte auch den WAC (0:0) und Sturm Graz (1:2) vor Schwierigkeiten gestellt. Auch Hartberg-Coach Markus Schopp sah in beiden Partien "gute Phasen". Hartberg fehlen acht Runden vor Ende des Grunddurchgangs drei Punkte auf den sechstplatzierten WAC. Die Meistergruppe hat Schopp aber noch lange nicht abgeschrieben.

Pünktlich vor dem Schlager gegen Rapid am Sonntag (17.00 Uhr) ist der LASK wieder in Form gekommen. Nach dem misslungenen Jahresstart gegen Wattens haben die Linzer mit dem 3:0 beim WAC "Blut geleckt", wie Mittelfeldregisseur Peter Michorl betonte. Den Oberösterreichern fehlen nach dem souveränen Auftritt im Lavanttal nur drei Punkte auf die Hütteldorfer, an denen sie mit einem Sieg in Pasching vorbeiziehen würden. "Das wird eine große Herausforderung für uns", stellte LASK-Coach Dominik Thalhammer fest. "Rapid spiegelt die Gegner meistens, da braucht man gute Lösungen, um diese Situationen zu neutralisieren und sich Vorteile zu verschaffen", analysierte er. Rapid-Coach Dietmar Kühbauer zeigte sich von der Leistung der Linzer gegen den WAC beeindruckt. "Das war die wahre LASK-Mannschaft", sagte der Burgenländer und warnte vor einem hochmotivierten Gegner. "Die wollen uns endlich wieder schlagen, und wir wollen das verhindern." Die jüngsten vier Duelle beider Teams gingen allesamt an Rapid.

Mit dem 2:1-Erfolg über Hartberg brach Sturm am Dienstag den Bann im Jahr 2021, nun soll bei Nachzügler Altach am Samstag (17.00 Uhr) der nächste Streich folgen. "Der Sieg gegen Hartberg hat uns sehr gut getan. Aber da müssen wir sofort einen draufsetzen", forderte Trainer Christian Ilzer, dessen Team drei Punkte hinter Leader Salzburg auf Platz drei rangiert. Mit erst zehn Gegentoren verfügt Sturm weiter über die stabilste Defensive der Liga. Die Altacher dagegen haben in 14 Runden erst zwölf Tore erzielt - weniger als alle anderen Clubs. Seit der kurzen Winterpause gab es Niederlagen gegen Salzburg (0:2) und Tirol (1:3).

Im Samstag-Heimspiel (17.00 Uhr) von Ried gegen Schlusslicht Admira steht Miron Muslic nach seinen vorerst ertraglosen ersten Auftritten als Cheftrainer der Innviertler vor einer wichtigen Partie. Es sollte angeschrieben werden. Aktuell liegt Ried als Zehnter fünf Zähler vor der Admira. Diese kassierte zuletzt mit dem 0:4 gegen die Austria einen Rückschlag. Die Oberösterreicher gehen mit ihren Chancen bisher zu leichtfertig um. Offensivspieler Ante Bajic sagte zur Tabellenkonstellation: "Die Admira ist ein direkter Konkurrent, gegen den wir unbedingt drei Punkte machen möchten." Admira-Trainer Damir Buric wollte indes das Spiel gegen die Austria abgehakt wissen. "Bis zum ersten Gegentor war die Leistung in Ordnung. Doch wir müssen in allen Bereichen konsequenter werden", sagte der Kroate.

Die Austria pirscht sich an die Top Sechs heran, Tirol hat sich darin festgesetzt. Vor dem direkten Duell zweier höchst erfolgreich ins Frühjahr gestarteter Teams könnten die Wiener mit einem Heimerfolg am Sonntag (14.30 Uhr) ein weiteres Zeichen setzen. Die Wattener würden ihrerseits einen Konkurrenten um den Platz in der Meistergruppe abschütteln. Für Peter Stöger offenbart sich eine "spannende Situation": "Jetzt haben wir die Möglichkeit, dass wir dabei sind und wir wollen auch dran bleiben", sagte der Austria-Trainer. "Das Spiel ist für uns richtungsweisend", betonte auch WSG-Coach Thomas Silberberger. "Wenn wir gewinnen, geht tabellarisch die Post ab."

Vor dem Gastspiel am Sonntag (14.30 Uhr) bei St. Pölten hat der WAC an einem misslungenen Start ins neue Fußball-Jahr zu knabbern. In den drei bisherigen Bundesliga-Partien holte der Europa-League-Sechzehntelfinalist gerade einmal zwei Punkte und wartet noch immer auf den ersten Torerfolg. Den Platz in der Meistergruppe hat der Tabellensechste derzeit nur mit einem Punkt Vorsprung auf die Austria abgesichert. Dennoch ist Trainer Ferdinand Feldhofer bemüht, keine Unruhe aufkommen zu lassen. "Wir haben jetzt ein Spiel verloren und dann kommt natürlich Kritik, die ist auch berechtigt. Wir sind intern auch kritisch mit uns selbst", erklärte der Steirer. St. Pölten wiederum holte aus den vergangenen vier Runden nur zwei Punkte und hat lediglich eine der jüngsten acht Liga-Partien gewonnen. "Ergebnistechnisch sind beide ein bisschen im Tief, umso mehr ist das Kämpferherz gefragt", meinte St.-Pölten-Coach Robert Ibertsberger daher.

Quelle: Agenturen