APA - Austria Presse Agentur

Salzburg haderte beim WAC nur mit der Chancenauswertung

26. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Serienmeister Red Bull Salzburg ist zurück auf der Straße zum achten Titel in Folge. Mit dem 2:1 beim WAC zeigten die "Bullen" am Sonntag vier Tage nach dem 2:3-Ausrutscher in Tirol die von Coach Jesse Marsch geforderte Reaktion, hielten den Acht-Punkte-Vorsprung auf Rapid konstant und sammelten im Hinblick auf das Cupfinale gegen den LASK am 1. Mai weitere Moral. Einzige Schönheitsfehler: Ein unglücklicher Arbeitstag von Antoine Bernede und vergebene Einschussmöglichkeiten.

Patson Daka mit seinem 24. Saisontor in der Liga (13.) hätte Salzburg eigentlich schon früh den Weg geebnet. Doch nach dem schleißigen Rückpass Bernedes auf Goalie Cican Stankovic von der Mittellinie aus, stellte Dejan Joveljic mit dem ersten echten Torschuss des WAC auf 1:1 (29.). In der zweiten Hälfte sah Bernede dann für sein Foul an Dario Vizinger noch Rot (72.) und machte seinen Kollegen die Arbeit nicht leichter. "Es war sicher nicht der beste Tag für Toni", meinte Marsch über den 21-jährigen Franzosen, der in 16 Ligapartien 2020/21 bisher nicht einmal Gelb gesehen hatte. "Aber wenn wir keine Geduld mit jungen Spielern haben, dann ist es schwer, dass sie sich entwickeln. Er ist ein hochtalentierter Spieler."

So oder so wirkten sich die Schnitzer Bernedes, der bei einer Sperre von mehr als einem Spiel auch im Cupfinale fehlen würde, nicht aus. Mergim Berisha, der schon beim 1:0 assistiert hatte, schlug kurz nach Wiederbeginn selbst zu. Der WAC wiederum verzeichnete zwar ein paar brauchbare Möglichkeiten, war vor den Augen seines künftigen Coaches Robin Dutt aber kein echter Gradmesser für die Gäste. "Es war knapp, aber sehr verdient", resümierte Routinier Zlatko Junuzovic. Marsch pflichtete ihm bei. "Wir haben richtig gut gespielt. Schade, dass wir nicht öfter getroffen haben. Mit der Leistung insgesamt bin ich sehr zufrieden."

Angesichts einer kleinen Flut an Möglichkeiten vor allem in der zweiten Hälfte waren sich beide aber auch einig, dass die Messen im Lavanttal früher gelesen hätten sein müssen. "Wir haben ein Geschenk zum 1:1 gemacht und leider sehr, sehr viele hundertprozentige Chancen liegen gelassen. Nach dem 2:1 müssen wir nachlegen, da müssen wir das 3:1, 4:1, 5:1 machen", stellte Junuzovic klar. "Wir haben den Sieg Gott sei Dank über die Runden gebracht, aber wir hätten es uns auch einfacher machen können." Gelegenheit dazu bietet sich bereits im "Rückspiel" am Mittwoch (18.30 Uhr) in Wals-Siezenheim.

Es könnte eine der letzten Partien für Marsch in Salzburg sein, auch am Wochenende verdichteten sich wieder die Gerüchte, Leipzig-Coach Julian Nagelsmann könnte zu Bayern München gehen - womit der Verein beim ehemaligen Leipziger-Co-Trainer Marsch anfragen könnte. Erst am Donnerstag hatte Marsch bei "Sky" erklärt, offen zu sein: "Wenn ich die Möglichkeit als Trainer in Leipzig haben kann, dann ist es eine super Idee für mich."

Quelle: Agenturen