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Salzburg empfängt LASK zum Topspiel

30. Sept. 2022 · Lesedauer 4 min

Nach der Länderspielpause steht am Wochenende die 10. Runde der Fußball-Bundesliga auf dem Programm. Am Samstag empfängt Tabellenführer Salzburg im Topspiel Verfolger LASK, der seit drei Runden sieglos ist. Rapid Wien, das sich zuletzt beim 1:1 in Salzburg verbessert zeigte, will bei der WSG Tirol einen weiteren Schritt aus der Krise machen. Der Wolfsberger AC muss zu Aufsteiger Austria Lustenau. Anstoß ist jeweils um 17.00 Uhr.

Für Serienmeister Salzburg ist es der Auftakt zu einer intensiven Phase vor der WM-Pause. Zwölf Pflichtspieler müssen in sechs Wochen absolviert sein, schon am Mittwoch geht es in der Champions League gegen den kroatischen Spitzenreiter Dinamo Zagreb um wichtige Punkte in der Gruppe E. Umso wertvoller ist aus Sicht der Mozartstädter, dass von den Nationalmannschaften alle Salzburger wieder gesund zurückgekehrt sind, wie Trainer Matthias Jaissle verkündete. Zumal die Muskelverletzung beim brasilianischen Angreifer Fernando doch schlimmer zu sein scheint, wie Jaissle sagte. Zuversicht gibt auch der starke Auftritt von Benjamin Sesko für Slowenien mit Toren gegen Schweden und Norwegen.

Die Aufgabe gegen den LASK wird allerdings nicht einfach. Die Mannschaft von Didi Kühbauer habe sich heuer "sehr gut" verstärkt, betonte Jaissle, "es war auch in der Analyse deutlich sichtbar, welche Qualität sie vor allem in der Offensive mitbringen. Sie haben klare Prinzipien und klare Muster. Die Handschrift des Trainers ist da erkennbar. Da müssen wir sehr fokussiert dagegenhalten und alles auf den Platz bringen."

In der Bundesliga sind die Salzburger seit 31 Heimspielen ungeschlagen, den Linzern gelang im Februar 2020 allerdings ein 3:2 in Wals-Siezenheim. "Salzburg ist in Österreich eine Liga für sich und dementsprechend am Samstag der klare Favorit", sagte Kühbauer. Aber: "Wenn wir alles reinwerfen und es uns gelingt, das intensive Tempo mitzugehen, ist für uns etwas möglich." Kühbauer kann im Spitzenspiel wieder auf die zuletzt gesperrten Leistungsträger Marin Ljubicic, Branko Jovicic und Filip Stojkovic zurückgreifen.

Sechs Siege in Folge: Gegen WSG Tirol hätte es für Rapid in letzter Zeit nicht besser laufen können. Die Tiroler könnten daher für die Wiener am Samstag zur rechten Zeit kommen. Nach dem beachtlichen 1:1 in Salzburg vor der Länderspielpause gilt es für die in der Tabelle nur achtplatzierten Grün-Weiß in Innsbruck unbedingt nachzulegen, um vor dem Wiener Derby für Ruhe zu sorgen. "Demütig sein, hart arbeiten, Grundtugenden auf den Platz bringen und Punkte sammeln", forderte Rapid-Coach Ferdinand Feldhofer. Anknüpfen will sein Team am Auftritt in Salzburg. "Die Mentalität und Herangehensweise will ich diesen Samstag auch wieder sehen", sagte Feldhofer.

WSG Tirol liegt mit einer Partie mehr nach Punkten gleichauf mit und unmittelbar hinter Rapid an neunter Stelle. Trainer Thomas Silberberger meinte vor dem Aufeinandertreffen: "Auch wenn sie jetzt eventuell in unruhigem Fahrwasser sind, haben sie immer Zugkraft. Rapid Wien wird gegen die WSG Tirol immer in der Favoritenrolle sein." Ausrechnen dürfe sich sein Team freilich dennoch etwas. Silberberger sprach die berühmte "Tagesverfassung" an. "Wenn wir so auftreten wie beim LASK, können wir sie überall erwischen."

Nach drei Siegen in den jüngsten vier Partien taucht der WAC höchst motiviert aus der Länderspielpause auf. Bei Austria Lustenau wollen die Kärntner den schwachen Saisonstart endgültig vergessen machen und den Aufsteiger in der Tabelle überholen. "Unser Weg ist auf mehrere Jahre angelegt, und da sind wir voll im Soll", zeigte sich Trainer Robin Dutt im Vorfeld über die Entwicklung zufrieden. "Wir wollten den Kontakt zur Meistergruppe halten. Wir gehen in eine gute Richtung." Ein Punkt fehlt den sechstplatzierten "Wölfen" auf Lustenau, das zuletzt nur zwei Zähler aus vier Partien holte.

Mit Salzburg, Austria, LASK und Sturm hatte es Lustenau da allerdings auch mit Gegnern zu tun, die nach der Papierform über die "Ländle"-Elf zu stellen sind. "Es beginnen die Wochen, in denen man gegen Mannschaften spielt, die in der Tabelle direkt bei uns oder hinter uns sind", stellte Lustenau-Coach Markus Mader klar. Seine Truppe misst sich nach dem WAC mit Klagenfurt, der WSG und der SV Ried.

Quelle: Agenturen