APA/APA/AFP/DAVID GRAY

Rybakina, Chatschanow erste Melbourne-Halbfinalisten

24. Jan. 2023 · Lesedauer 3 min

Wimbledonsiegerin Jelena Rybakina ist die erste Halbfinalistin der diesjährigen Australian Open in Melbourne.

Die 23-jährige Kasachin besiegte am Dienstag im Viertelfinale die Ex-French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko aus Lettland mit 6:2,6:4. Rybakina steht erstmals im Semifinale des ersten Tennis-Grand-Slam-Turniers der Saison. In diesem trifft sie entweder auf Jessica Pegula (USA-3) oder die Weißrussin Viktoria Asarenka, die in der Night Session aufeinander trafen.

Bei den Männern ging das erste Viertelfinale beim Major "down under" nicht über die volle Distanz. Karen Chatschanow profitierte beim Stand von 7:6(5),6:3,3:0 von der Aufgabe des US-Amerikaners Sebastian Korda. Der Russe steht damit wie schon bei den US Open wieder im Semifinale, in dem er am Donnerstag auf den Sieger der Night Session zwischen dem als Nummer drei gesetzten Griechen Stefanos Tsitsipas und dem tschechischen Überraschungsmann Jiri Lehecka trifft.

Korda verletzt

"Zum zweiten Mal in Folge bei einem Grand-Slam-Turnier im Halbfinale zu stehen, fühlt sich großartig an", sagte Olympia-Finalist Chatschanow und fügte hinzu: "Aber es ist nicht die Art und Weise, die man sich für das Ende eines Matches wünscht." Korda hatte sich am rechten Handgelenk verletzt und im zweiten Satz beim Stand von 3:2 eine Behandlungspause genommen. Der 22-Jährige wurde getapt, doch dies half ihm nicht wirklich, sein Leistungspegel ging danach steil abwärts. Korda hatte vor fünf Jahren den Junioren-Titel geholt und zuvor mit seinen Leistungen Hoffnungen auf einen Sensations-Coup bei den Profis gemacht. Kordas Vater Petr hatte die Australian Open 1998 für Tschechien gewonnen.

Unterbrechung wegen Regen

Auch dieses zweite Einzel des Tages wurde unter geschlossenem Dach als Hallenmatch absolviert. Zuvor war das Frauen-Viertelfinale zwischen Rybakina und Ostapenko im ersten Satz wegen Regens für 25 Minuten unterbrochen worden. Nachdem das Dach in der Rod Laver Arena geschlossen wurde und der Platz wieder getrocknet war, konnte weitergespielt werden.

"Ich bin sehr glücklich, dass erste Mal hier im Halbfinale zu stehen. Ich war natürlich nervös, besonders im letzte Game, aber ich bin froh, dass ich meine Emotionen kontrolliert habe. Ich habe heute wirklich gut gespielt", sagte Rybakina. Sie hatte im Vorjahr in Wimbledon triumphiert, da damals aber keine Punkte vergeben wurden, liegt sie im Ranking nur auf Platz 25. Mit dem Halbfinal-Einzug könnte sie am Montag um Position zwölf aufscheinen.

Rybakina war in ihren drei Auftritten zuvor beim "Happy Slam" nie über die dritte Runde hinausgekommen. Die gebürtige Russin spielt seit 2018 für Kasachstan und bescherte dem Land mit dem Triumph beim Rasenturnier in Wimbledon im Vorjahr den ersten Grand-Slam-Titel.

Quelle: Agenturen / Redaktion / tgo