APA - Austria Presse Agentur

Roswitha Stadlober: Die neue starke Frau beim ÖSV?

01. Okt 2021 · Lesedauer 2 min

Nach dem Rücktritt von Karl Schmidhofer steht Roswitha Stadlober interimistisch an der Spitze des Österreichischen Ski-Verbandes. Die 58-jährige Salzburgerin blickt selbst auf eine erfolgreiche Karriere im Ski-Sport zurück.

Nach nur 100 Tagen im Amt gibt Karl Schmidhofer seinen Rücktritt als ÖSV-Präsident bekannt. Ein persönlicher Schicksalsschlag – Schmidhofers Sohn hat vor fünf Wochen einen Schlaganfall erlitten – zwingt den Nachfolger von Langzeit-Präsident Peter Schröcksnadel zum Ende seiner Amtszeit, bevor sie überhaupt richtig beginnen konnte.

Die Nachfolge tritt Roswitha Stadlober an. Die 58-jährige Salzburgerin war zuvor eine von fünf Vizepräsidenten im ÖSV. Als dienstälteste Vize-Präsidentin übernimmt sie nun interimistisch die Führung.

Ehemalige Slalom-Läuferin

Stadlober blickt selbst auf eine äußerst erfolgreiche Profi-Karriere im Ski-Sport zurück. Die Technik-Spezialistin gewann acht Weltcuprennen und zweimal die Disziplinen-Wertung im Slalom. 1987 holte sie zudem die Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften in Crans Montana – ebenfalls im Slalom.

Ihr Mann, Alois, und ihre beiden Kinder Luis und Teresa haben sich dem Langlauf-Sport verschrieben. Vor allem Tochter Teresa gilt als auch Österreichs aktuelles Aushängeschild und rückt den Langlauf-Sport in den letzten Jahren mit guten Leistungen immer wieder ins mediale Rampenlicht.

Stadlober seit 2011 beim ÖSV

Roswitha Stadlober ist nun schon seit über einem Jahrzehnt im ÖSV aktiv. Die Radstädterin hat somit mehrere Amtszeiten des langjährigen Präsidenten Peter Schröcksnadel sowie den Zwist rund um seinen Nachfolger hautnah miterlebt. Stadlober war in der kurzen Amtszeit von Schmidhofer zudem die einzige Frau im siebenköpfigen Präsidium.

Ob sie nun zur Dauerlösung wird oder ob Neuwahlen ausgerufen werden, ist aktuell noch offen. ÖSV-Generalsekretär Christoph Scherer skizziert gegenüber dem "Kurier" die möglichen Optionen: "De facto gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder die interimistische Vertretung wird bis zur nächsten Länderkonferenz bestätigt oder es gibt vorgezogene Neuwahlen."

Doch eines wünschen sich im ÖSV-Lager alle. Einen professionellen Umgang mit der Causa, nachdem der ÖSV im Sommer mit dem Streit um die Nachfolge von Peter Schröcksnadel nicht unbedingt Eigenwerbung betreiben konnte. "Wir wissen, was wir nicht mehr tun sollen und was dem Image des Verbandes nicht gerecht wird. Jeder hat dazugelernt", so Scherer.

Maximilian PatakQuelle: Redaktion / mpa