APA - Austria Presse Agentur

Ried will mit Cup-Rückenwind auch gegen Salzburg bestehen

29. Okt 2021 · Lesedauer 4 min

Der 2:1-Sieg im Cup-Achtelfinale bei Sturm Graz hat die SV Ried beflügelt. Die Oberösterreicher wollen nun auch in der Fußball-Bundesliga wieder in die Erfolgsspur. Zu Gast im Innviertel ist in der 13. Runde am Samstag Titelverteidiger und Tabellenführer Red Bull Salzburg. Die Admira ist in Klagenfurt zu Gast. Dabei sinnen die Kärntner auf Revanche für das 0:4 in der Südstadt. Altach empfängt Hartberg und will sich mit einem Sieg im Mittelfeld etablieren.

Ried-Interims-Cheftrainer Christian Heinle kündigte gegen Salzburg "ein richtiges Volksfest" an. "Die Salzburger werden bei uns ihr Spiel durchziehen. Wir müssen wieder eine hohe Laufbereitschaft und sehr viel Disziplin zeigen. Wenn wir konsequent sind, lange die Null halten können und auch wieder Spielglück haben, dann ist mit unseren Fans im Rücken auch gegen Salzburg etwas möglich", ergänzte Heinle, der weiter statt des wegen einer Erkrankung pausierenden Andreas Heraf das Zepter schwingt. Immerhin können die "Wikinger" auf eine Serie von zehn Bundesliga-Partien ohne Niederlage in der Josko Arena verweisen.

Abgesehen davon untermauert die Statistik freilich die Übermacht des Gegners: Serienmeister Salzburg ist nämlich seit acht Bundesliga-Partien gegen die Rieder ungeschlagen. Dabei gab es sieben Siege und ein Remis - und im Schnitt 3,1 Tore der "Bullen-Herde". Das Hinspiel in dieser Saison (2. Runde) endete mit einem 7:1-Erfolg in Salzburg.

Beim 3:0-Aufstieg ins Cup-Viertelfinale beim SKN St. Pölten griff Salzburg-Trainer Matthias Jaissle wie angekündigt auf Spieler zurück, die sonst bei ihm nicht erste Wahl sind. "Körperlich sollte es trotz des straffen Programms also keine Probleme geben", sprach der Deutsche und stellte klar: "Natürlich wollen wir unseren guten Lauf in der Liga fortführen und das Spiel gewinnen. Aber wir wissen auch, dass wir dazu wieder eine gute Leistung benötigen."

In Klagenfurt weckt die Admira unliebsame Erinnerungen. Am 31. Juli kassierten die Kärntner bei den Südstädtern eine 0:4-Pleite - begünstigt durch zwei Platzverweise bei den Gästen. Deshalb gehe es im Wörthersee Stadion auch nicht um Wiedergutmachung, betonte Coach Peter Pacult. "Wir brauchen nicht von Rehabilitierung zu reden, denn die Entscheidungen damals waren mehr als fragwürdig", sagte der Wiener.

Pacults Ärger über Referee-Pfiffe ist nach wie vor aktuell, schließlich wurde erst vor kurzem ein Antrag abgelehnt, die Vier-Spiele-Sperre des gegen Rapid ausgeschlossenen Thorsten Mahrer zu reduzieren. Der Verteidiger hatte Dejan Petrovic vor zwei Wochen folgenschwer gefoult - allerdings nicht absichtlich, wie der Coach betonte.

Mahrer fehlt gegen die Admira so wie zumindest vier weitere Akteure, was die Aufgabe für die in dieser Spielzeit daheim noch ungeschlagene Klagenfurter Austria nicht einfacher macht. "Wir haben in dieser Saison bisher gut performt, aber wir wissen auch, dass die Admira nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen ist. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe", prophezeite Pacult und lobte seinen Admira-Kollegen Andreas Herzog. "Er macht eine sehr gute Arbeit."

Herzog gab das Kompliment zurück. "Austria Klagenfurt ist ein sehr guter Aufsteiger. Die Mannschaft hat spielerisch eine hohe Qualität." Dem ÖFB-Rekord-Internationalen liegt die 0:1-Heimniederlage vom vergangenen Samstag gegen die WSG Tirol noch immer im Magen. "Wir haben zuletzt gegen WSG Tirol die Punkte hergeschenkt. Jetzt müssen wir versuchen, diese in Kärnten zurückzuholen." Die Admiraner liegen als Tabellensiebenter nur einen Punkt hinter dem Fünften Austria Klagenfurt.

1:1 gegen Salzburg, 1:0 beim LASK - der SCR Altach hat in den jüngsten zwei Runden respektable Resultate eingefahren und sich auf Platz acht vorgearbeitet. Im Mittelfeld wollen sich die Vorarlberger etablieren und gegen den TSV Hartberg reüssieren. Dessen Trainer Kurt Russ wurmt noch immer das erste Duell der beiden Teams, das Altach in der Steiermark gewann. "Wir haben noch eine Rechnung offen", sagte Russ.

"Es war so, dass wir beim ersten Spiel zu Hause brav gespielt haben, eigentlich die bessere Mannschaft waren. Wir haben mit ein bisschen Pech verloren, es wäre auch der Sieg drinnen gewesen", rekapitulierte der frühere Außenverteidiger die 1:2-Niederlage in der 2. Runde. Nun soll der Spieß umgedreht werden. "Wir werden alles dransetzen. Aber wird sicher nicht einfach", sagte Russ. "Sie haben gute Partien gehabt jetzt."

Altach-Coach Damir Canadi bezeichnete Hartberg als unangenehmen Gegner, der "ein sehr großes Kämpferherz besitzt. Sie werden probieren, viel über den Kampfgeist zu erreichen". Besonders aufpassen müsse man auf Sturmtank Dario Tadic. "Auch wenn er im Spiel vielleicht nicht der Aktivste ist, hat er auf jeden Fall Qualität vor dem Tor."

In der Tabelle trennt die zwei Clubs aktuell nur ein Punkt, Hartberg hat als Sechster einen Zähler mehr als die Rheindörfler. Altach hat zugleich nur zwei Punkte Rückstand auf den vierten Tabellenplatz, auf den Letzten der Liga beträgt der Vorsprung aber auch lediglich drei Punkte.

Quelle: Agenturen