APA - Austria Presse Agentur

Real Madrid neuer Spitzenreiter - Coach Zidane dennoch sauer

Juni 22, 2020 · Lesedauer 2 min

Real Madrid hat am Sonntag die Spitzenposition in der spanischen Fußball-Meisterschaft übernommen. Durch das 2:1 bei Real Sociedad zog der Rekordchampion nach Punkten mit dem FC Barcelona gleich, hat aber aufgrund des gewonnenen direkten Duells acht Runden vor Schluss die Nase vorn.

Real-Coach Zinedine Zidane war dennoch erbost - und zwar über die Kritik, seine Mannschaft werde von den Schiedsrichtern bevorzugt. Beim Sieg über Real Sociedad wurde beim Stand von 1:0 für die Madrilenen ein Tor der Gastgeber wegen eines angeblichen passiven Abseits aberkannt. Wenig später sprang Karim Benzema der Ball vor seinem Treffer zum 2:0 an den Oberarm.

Der Sieg sei dennoch verdient gewesen, beteuerte Zidane. "Es ärgert mich, dass am Ende immer nur über den Schiedsrichter geredet wird. Ich werde gerne über Fußball sprechen", sagte der Franzose. Bereits beim 3:0-Sieg von Real in der Vorwoche gegen Valencia hatte es Diskussionen gegeben, nachdem beim Stand von 0:0 ein Valencia-Tor vom Video-Schiedsrichter nicht gegeben worden war.

Barcelona-Trainer Quique Setien ließ am Montag als Reaktion auf den umstrittenen Sieg von Real in San Sebastian mit Kritik am Video Assistent Referee (VAR) aufhorchen. "Jeder hat gesehen, was im Anoeta (Anm.: Stadion von Real Sociedad) passiert ist und kann daraus seine Schlüsse ziehen", meinte Setien.

Er verstehe nicht, warum manche Situation noch einmal einer Videoanalyse unterzogen werden und andere nicht. "VAR kann uns besser machen, aber wir müssen ihn nützen, um eine bessere Sicht auf die Realität zu haben", sagte Setien.

Quelle: Agenturen