APA - Austria Presse Agentur

Rapid und Austria trennen sich 1:1

29. Nov 2020 · Lesedauer 4 min

Das 331. Wiener Fußball-Derby zwischen Rapid und der Austria hat am Sonntag mit einem 1:1 geendet. Die Gastgeber gingen zum Abschluss der neunten Bundesliga-Runde in der siebenten Minute in Führung, Patrick Wimmer gelang in der 19. Minute der Ausgleich. Der LASK besiegte zu Hause den SCR Altach mit 3:0 und liegen wieder zwei Punkte hinter dem Tabellenführer aus Salzburg. Parallel dazu kam der WAC nur zu einem 1:1 gegen Ried.

Rapid begann ohne Taxiarchis Fountas, dafür aber mit dem genesenen Marcel Ritzmaier und erwischte den besseren Start. In der dritten Minute verzog Ercan Kara aus guter Position, vier Minuten später stand es schon 1:0. Nach einer Flanke von Maximilian Ullmann versenkte Thorsten Schick einen Volley mit seinem schwächeren linken Fuß im langen Eck.

Die Antwort der Austria folgte in der 19. Minute. Eine Freistoßflanke von Manprit Sarkaria köpfelte Wimmer ins kurze Eck, wobei Rapid wie schon so oft in den vergangenen Wochen Schwächen bei Standardsituationen offenbarte. Auch bei einem Austria-Corner in der 34. Minute wurde es brenzlig, Rapid-Goalie Paul Gartler rettete bei einem Versuch von Erik Palmer-Brown knapp vor der Linie.

Die klar besseren Chancen in der ersten Hälfte hatten aber die Hütteldorfer. In der 23. Minute scheiterte Christoph Knasmüllner nach Ritzmaier-Vorlage aus kurzer Distanz an Patrick Pentz, beim Nachschuss von Kara war der Austria-Keeper ebenfalls auf dem Posten.

Kurz vor dem Pausenpfiff wurde der Druck von Rapid immer größer. Kara köpfelte aus guter Position daneben (36.), ein Schuss von Mateo Barac im Strafraum wurde von Palmer-Brown abgeblockt (40.). Im Zuge des darauffolgenden Eckballs lieferte Pentz zwei weitere Glanztaten. Zunächst parierte er einen Kopfball von Maximilian Hofmann, dann wehrte er auf der Torlinie liegend den Nachschuss von Srdjan Grahovac akrobatisch ab.

Die zweite Hälfte begann mit einer Konterchance für die Austria - Gartler wehrte einen Schuss von Benedikt Pichler ab (51.) -, ehe wieder Rapid das Kommando übernahm. Pentz zeichnete sich neuerlich bei einem Hofmann-Kopfball aus (53.) und hatte Glück, dass der Rapid-Innenverteidiger aus kurzer Distanz im Fallen danebenschoss (54.).

In der 59. Minute verfehlte Kara vom Fünfer ebenfalls das Ziel, in der 76. Minute hatte Pentz bei einem Ritzmaier-Schuss Mühe. Sechs Minuten später wäre der Keeper geschlagen gewesen, doch der Distanzschuss des eingewechselten Yusuf Demir landete an der Außenstange.

In der Schlussphase zitterte die Austria den Punktgewinn trotz Dauerbelagerung des eigenen Sechzehners über die Ziellinie. Damit wartet Rapid nun schon seit drei Runden auf einen Sieg. Die "Veilchen" sind bereits seit fünf Liga-Partien ohne vollen Erfolg.

Zuvor hatte der LASK den SCR Altach mit 3:0 besiegt und liegen wieder zwei Punkte hinter dem Tabellenführer aus Salzburg. Ein frühes Tor von Reinhold Ranftl wurde wegen Abseitsstellung von Andreas Gruber zurecht aberkannt (9.). In der 34. Minute entschied Schiedsrichter Markus Hameter nach Zweikampf von Daniel Maderner mit Gernot Trauner auf Elfmeter. Den umstrittenen und von Johannes Eggestein schwach geschossenen Strafstoß konnte Torhüter Martin Kobras parieren, ebenso den Nachschuss von Andrade. Kurz vor der Pause vergab Trauner die nächste Chance.

Altach versuchte, mit Kampfkraft und Aggressivität dagegenzuhalten, wurde selbst aber nicht gefährlich. Bei einem wohl falschen Abseitspfiff hatten die Vorarlberger auch Pech, ehe Eggestein für die Entscheidung sorgte. Der Deutsche traf zunächst aus rund 20 Metern genau ins Eck und profitierte sechs Minuten später von einem Fehler von Anderson. Im Finish verwertete Bundesliga-Debütant Mamoudou Karamoko den zweiten Foulelfmeter souverän zum Endstand.

Der WAC gab unterdessen gegen die SV Ried zwei Punkte ab. Dejan Joveljic (54.) hatte die Wolfsberger verdient in Führung gebracht, ehe Marco Grüll vom Elferpunkt noch den 1:1-Endstand (85.) erzielte. Mit dem Aufsteiger freuen durfte sich auch der zuletzt erkrankte Trainer Gerald Baumgartner, der noch nicht voll fit wieder an der Seitenlinie stand.

Die nun wie der WAC bei zehn Punkten haltenden Rieder holten in Unterzahl einen Zähler, nachdem Michael Lercher in der 48. Minute Gelb-Rot sah. Sie konnten die Lavanttal-Arena nach dem Aus im ÖFB-Cup im Elfmeterschießen dieses Mal zufrieden verlassen. Der WAC bleibt außerhalb der Top Sechs und musste vier Tage vor dem Europa-League-Auftritt beim russischen Spitzenclub ZSKA Moskau mit dem Remis hadern.

Quelle: Agenturen