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Rapid schießt sich mit 5:1 gegen Hartberg aus der Krise

26. Okt. 2022 · Lesedauer 4 min

Rapid hat dank eines Triplepacks von Guido Burgstaller den Krisengipfel der Fußball-Bundesliga gegen den TSV Hartberg gewonnen und damit den ersehnten Befreiungsschlag geschafft. Die Hütteldorfer setzten sich am Nationalfeiertag im Nachtragsspiel der 5. Runde hochverdient mit 5:1 (1:1) gegen die Oststeirer durch und holten den ersten Ligasieg nach drei Niederlagen hintereinander. Nach 13 Runden kletterte die Mannschaft von Interimstrainer Zoran Barisic wieder auf Platz fünf.

Burgstaller brachte Grün-Weiß vor 14.400 Zuschauern im Allianz Stadion mit einem artistischen Ferserl verdient in Führung (26.). Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Okan Aydin (44.) führte Burgstaller sein Team wieder auf die Siegerstraße (52.). Marco Grüll erhöhte in der 68. Minute etwas glücklich, ehe Burgstaller kurz darauf mit einem schönen Volley und seinem siebenten Saisontor in der Liga für die endgültige Entscheidung sorgte (71.). Ferdy Druijf vergab kurz vor Schluss noch zwei Foulelfmeter, der erste hatte wiederholt werden müssen (85./87.). "Joker" Nicolas Kühn traf bei seinem Comeback nach einem Konter zum Endstand (92.).

Mit 17 Punkten rangiert Rapid gleichauf mit der WSG Tirol wieder über dem Strich, einen Zähler dahinter lauert die Wiener Austria als Siebenter. Für Rapid war es der erste Heimsieg in der Bundesliga seit drei Monaten. Hartberg kassierte unter Trainer Klaus Schmidt hingegen das zweite 1:5 nacheinander, die dritte Pleite in Serie, die sechste in den vergangenen sieben Partien und behält mit zehn Punkten die "Rote Laterne".

Die Partie war im August auf Antrag Rapids verschoben worden, um mehr Vorbereitungszeit für das entscheidende Rückspiel in der Conference-League-Quali gegen den FC Vaduz (0:1) zu haben. In der Innenverteidigung feierte Christopher Dibon sein Saison-Debüt in der Bundesliga, der 31-Jährige übernahm direkt die Kapitänsbinde der Grün-Weißen. Michael Sollbauer rutschte hingegen aus dem Kader. Außerdem kehrten im Vergleich zum 0:1 gegen Austria Klagenfurt am Samstag noch Martin Koscelnik, Jonas Auer, Aleksa Pejic und Christoph Knasmüllner in die Startelf zurück.

Schmidt vertraute nach dem 1:5 gegen die WSG Tirol wieder auf Aydin und Jürgen Heil von Beginn an. Bei Rapid wirkten sich die Veränderungen deutlich positiver aus. Die Barisic-Elf setzte die Vorgabe, die Anfangsphase nicht zu verschlafen, mit Bravour um und erspielte sich eine Vielzahl an Chancen. Druijf traf aber aus spitzem Winkel das Tor nicht (5.), genauso wie Leopold Querfeld mit einem Kopfball (9.). Kurz darauf musste sich Hartberg-Goalie Rene Swete zweimal gegen Grüll und den völlig freistehenden Querfeld auszeichnen (12.). Der auffällige Grüll verpasste kurz darauf mit einem Distanz-Freistoß (15.) sowie einem weiteren Abschluss aus guter Position (17.) die mittlerweile verdiente Führung.

Diese gelang dann Burgstaller sehenswert. Nach einem schnellen Angriff über den rechten Flügel vollendete Burgstaller eine Schick-Hereingabe mit einem Ferserl im Fallen genau ins lange Eck. Von den Hartbergern war bis zu diesem Zeitpunkt nur wenig zu sehen, einzig Ruben Providence hatte nach 18 Minuten mit einem abgefälschten Schuss die Chance zur Führung. Im Laufe des ersten Durchgangs fanden die Gäste besser ins Spiel. Dario Tadic scheiterte erst an Niklas Hedl (29.), dann musste Querfeld im letzten Moment vor Tadic retten (31.).

Kurz vor dem Pausenpfiff versetzte Aydin die Rapid-Fans in Schockstarre. Tadic durfte Aydin unbedrängt in die Tiefe schicken, der Hedl mit einem schönen Lupfer bezwang. In der zweiten Hälfte war Rapid wieder die gefährlichere Mannschaft und hatte mit Burgstaller einen Spieler in Torlaune. Der 33-Jährige bezwang Swete nach einem Abpraller mit einem Flachschuss ins rechte Eck. Danach war es wieder Burgstaller, der die Vorentscheidung mit zwei Kopfbällen verpasste (55., 57.).

Mit der Führung im Rücken kontrollierte Rapid das Spiel. Grüll belohnte seine gute Leistung, indem er den Ball knapp über die Linie drückte, kurz darauf machte Burgstaller alles klar. Dass Druijf zwei Elfer vergab, nachdem Tobias Kainz Patrick Greil gefoult hatte, fiel nicht mehr ins Gewicht.

Quelle: Agenturen